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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
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Dr. Jannik Ashauer
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Dr. Nicolas Gumpert


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Puls / Herzfrequenz beim Joggen

Lumedis - Ihre Laufexperten

Joggen ist ein beliebter Sport und bietet viele gesundheitliche Vorteile. Doch gerade Anfänger fragen sich oft, welcher Puls und welche Herzfrequenz gesund ist. Dazu erfahren Sie mehr in diesem Artikel! Wenn Sie gerne eine Beratung oder Analyse IhrerLauftechnik wünschen, vereinbaren Sie hier einen Termin mit unseren orthopädischen Laufexperten von Lumedis in Frankfurt.

Dieser Artikel wurde durch Mario Habersack zuletzt aktualisiert.
Mario Habersack ist diplomierter Sportwissenschaftler und Leiter der Abteilung"Bewegungsanalysen" bei Lumedis.
Er hat mehr als 10.000 Laufanalysen seit 2009 durchgeführt.
Bundesweit finden Sie kaum einen Spezialisten, der in diesem Bereich eine höhere Expertise aufweist.

Mehr zu seiner Person finden Sie unter Mario Habersack.

In welchem Bereich variiert die Herzfrequenz beim Joggen?

Beim Joggen variiert die Herzfrequenz in einem breiten Bereich, abhängig davon, wie fit und wie alt man ist, sowie von der Intensität der Laufeinheit. Bei lockerem Dauerlauf liegt sie häufig zwischen 60 und 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz. (Die maximale Herzfrequenz ist der höchste Puls bei größter Belastung.) Moderates Joggen bewegt sich meist im Bereich von 70 bis 80 Prozent. Intensive Belastungen, etwa bei Intervallen oder Bergläufen, können 85 bis 95 Prozent erreichen. Untrainierte Läufer kommen oft schneller in höhere Pulsbereiche, während gut Trainierte bei gleicher Geschwindigkeit niedrigere Werte zeigen. Auch äußere Faktoren wie Temperatur, Tagesform oder Koffein-Konsum verschieben diese Bereiche spürbar. Die Herzfrequenz ist also kein fixer Wert, sondern ein dynamischer Bestandteil der Herzaktion.

Welche Faktoren beeinflussen die Herzfrequenz beim Joggen?

  • Trainingszustand und Ausdauer
  • Laufgeschwindigkeit
  • Art der Strecke (bergauf oder eben)
  • Alter und genetische Faktoren
  • Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
  • Tagesform, Schlaf und Stress
  • Vorbestehende Herz- oder Stoffwechselerkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten (z. B. Betablocker)
  • Einnahme von Koffein oder Amphetaminen

Wie erkennt man eine optimale Herzfrequenz?

Eine optimale Herzfrequenz ergibt sich aus dem Zusammenspiel von mehreren Faktoren wie der Höhe des Pulses, der gefühlten Belastung und wie diese mit dem Trainingsziel interagieren. Um die Belastung abzuschätzen, eignet sich ein Sprechversuch. Wenn man noch kurze Sätze sprechen kann, ist man meist im aeroben Bereich (dies entspricht 60–80 % der maximalen Herzfrequenz). Dies kann auch mit Pulsuhr oder -gurt überwacht werden. Dies kann auch variieren, z. B. durch Tagesform, Hitze oder Stress. Will man präzisere Daten, muss man sich mit Leistungsdiagnostik, Laktattests oder einer Ergometrie auseinandersetzen. Diese Verfahren definieren die persönlichen Trainingszonen und helfen, Überlastung zu vermeiden. Bei Vorerkrankungen oder Unsicherheit empfiehlt sich eine ärztliche Begleitung, z. B. in der Sportmedizin.

Welche Vorteile hat ein Training in der richtigen Herzfrequenzzone?

In der richtigen Herzfrequenzzone zu trainieren, verbessert Ausdauer und Kraftaufbau. Der Stoffwechsel passt sich gezielt an, wodurch unter anderem die Fettverbrennung gefördert wird. Gleichzeitig sinkt das Risiko für Überlastungen, da Herz und Kreislauf nicht urplötzlich überfordert werden. Dadurch verkürzt sich auch die Regenerationszeit und der Körper schüttet weniger Cortisol (Stresshormon) aus. Solche Läufer erfahren einen befriedigenderen Trainingseffekt und können ihre Intensität unabhängiger vom Tempo steuern. Dadurch können sie länger und dauerhafter trainieren, weil Erschöpfung und Verletzungen seltener werden. Besonders im Gesundheits- und Freizeitsport unterstützt die richtige Pulszone also das sichere, kontrollierte Training. Es ermöglicht gesunde Leistungsfortschritte, ohne Warnsignale des Körpers zu ignorieren, und fördert so die Laufmotivation dauerhaft.

Wie kann man die Herzfrequenz gezielt steuern?

Die Herzfrequenz lässt sich über mehrere Stellschrauben beeinflussen. Die Laufgeschwindigkeit und Schrittzahl sind die wichtigsten Faktoren: Langsameres Laufen senkt den Puls, und kürzere Schritte stabilisieren ihn. Auch die Art der Strecke und welche Pausen man einlegt, spielt eine Rolle. So ermöglicht Intervalltraining beispielsweise, dass sich die Phasen von Belastung und Erholung harmonisch abwechseln können. Weiterhin beeinflussen Atmung und Laufverhalten den Puls. Mithilfe einer Uhr oder eines Brustgurtes kann man regelmäßig den Puls kontrollieren. Dies hilft, Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken und zu schlafen, da andernfalls eher zu hohe Pulswerte entstehen. Zur Vermeidung von Herzrhythmusstörungen sollte unbedingt auf einen ausgewogenen Elektrolythaushalt geachtet werden. Bei Vorerkrankungen sollten all diese Maßnahmen im Rahmen einer individuellen Trainingsplanung inkludiert sein. Dies hilft dabei, die Herzfrequenz langfristig zu kontrollieren und Überlastungen des Herz-Kreislauf-Systems zu vermeiden, vor allem wenn man seine Laufleistung steigern will.

Wann kann ein Herz-Ultraschall sinnvoll sein?

Ein Herzultraschall kann sinnvoll sein, wenn beim Joggen ungewöhnliche Beschwerden auftreten. Dazu zählen anhaltende Luftnot, Brustschmerzen, Schwindel oder ein Leistungsabfall, der aus dem Nichts kommt. Auch auffällige Pulsreaktionen, etwa ein unverhältnismäßig hoher oder kaum abfallender Puls beim Cool-Down, rechtfertigen eine Abklärung. Bei bekannten Vorerkrankungen des Herzens, nach Infekten oder bei familiärer genetischer Vorbelastung wird der Ultraschall vorsorglich eingesetzt. Er erlaubt die Beurteilung der Herzgröße sowie seiner Pumpfunktion und Herzklappen. Bei Berufssportlerinnen und ambitionierten Läufern eignet er sich auch zur Wettkampfvorbereitung. Die Untersuchung erfolgt in einer kardiologischen oder internistischen Praxis.

Wann sollte ein EKG angefertigt werden?

Ein EKG kann vom Hausarzt oder Kardiologen angefertigt werden. Es ist angezeigt, wenn beim Joggen oder in Ruhe Beschwerden auftreten, die auf eine Herzrhythmusstörung hindeuten. Dazu zählen spürbares Herzstolpern oder Herzrasen, Schwindel, ungewöhnlich starke Atemnot oder Brustenge. Auch ein ungewöhnlich hoher Puls bei bereits geringer Belastung oder eine lange Erholung nach dem Training können Grund für ein EKG sein. Bei Wiedereinstieg nach längerer Pause, nach Infekten – insbesondere nach Virusinfekten – oder bei bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein EKG ebenfalls sinnvoll. Im sportmedizinischen Kontext dient es außerdem der Vorsorge bei ambitionierten Läufern. Ein EKG während Belastung (z. B. beim Laufen) kann helfen, die besten Trainingsbereiche sicher festzulegen.

Wann ist ein MRT/CT des Herzens sinnvoll zur Abklärung von Problemen?

Ein Kardio-MRT oder CT des Herzens kommt dann zum Einsatz, wenn EKG und Sono keine ausreichende Erklärung für Beschwerden liefern. Dies können sein: unklare Brustschmerzen, Leistungseinbruch und auffälliges EKG. Bei Verdacht auf Myokarditis, Narben oder entzündliche Veränderungen macht man ein MRT. Das CT wird eher zur Darstellung der Herzkranzgefäße eingesetzt. Die Untersuchungen haben zum Ziel, ernsthafte Ursachen auszuschließen, bevor weiter trainiert wird.

Pulskontrolle / Fitness-Tracker

Die Pulskontrolle über Fitness-Tracker oder Pulsuhren ist ein hilfreiches Instrument, ersetzt aber nicht das Körpergefühl oder einen Arzt. Moderne Geräte liefern zwar genaue Daten zu Herzfrequenz, Belastung und Erholung, womit sich Trainingszonen einhalten lassen und man Ausreißer früh erkennen kann. Es ist aber ebenso wichtig, diese Werte nicht isoliert zu betrachten, denn Stress, Schlafmangel, Hitze oder Flüssigkeitsdefizite beeinflussen den Puls deutlich. Ein dauerhaft hoher Puls bei z. B. immer gleicher Belastung kann ein Warnsignal sein. Tracker eignen sich also zur Kontrolle und um sensibler für Abweichungen zu sein. Sie sind jedoch kein Diagnosewerkzeug und ersetzen nicht den Gang zum Arzt.

Intervalltraining / Anpassung der Intensität

Intervalltraining ermöglicht eine gezielte Steuerung der Herzbelastung, wenn Intensität und Pausen sinnvoll abgewechselt werden. Kurze Belastungsphasen wechseln sich mit aktiver Erholung ab, wodurch sich Herzfrequenz und Kreislauf wieder stabilisieren können. Wichtig ist, die Intervalle an den individuellen Trainingsstand anzupassen und nicht dauerhaft an oder über die Belastungsgrenze hinauszugehen. Richtig angewandt verbessert Intervalltraining die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit, ohne das Herz unnötig zu überlasten.

Regeneration / Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt

Regeneration ist sehr wichtig für den Schutz des Herzens, denn ohne Erholung steigt die Grundbelastung des Herz-Kreislauf-Systems schleichend an. Schlaf und trainingsfreie Tage sowie bewusst lockere Einheiten stabilisieren hingegen eher. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bereits leichte Dehydratation führt zu höherem Puls bei gleicher Belastung, denn Elektrolyte wie Natrium und Kalium unterstützen die „elektrische Stabilität“ der Herzaktion. Wer regelmäßig joggt, sollte Regeneration und Trinken also genauso ernst nehmen wie das eigentliche Training.

Was machen wir bei Lumedis einzigartig, um chronische Herzbelastungen zu vermeiden?

Bei Lumedis steht nicht der einzelne Messwert im Vordergrund, sondern das Gesamtbild des Läufers. Chronische Herzbelastungen entstehen häufig durch eine ungünstige Kombination aus Trainingsintensität, zu wenig Ruhephasen und unerkannten körperlichen Stressoren. Genau hier setzen wir an. Wir verbinden sportmedizinische Diagnostik mit funktioneller Analyse: Die Reaktion des Pulses wird immer im Zusammenhang mit Bewegung, muskulärer Belastung und individueller Leistungsfähigkeit interpretiert. Auffällige Pulsverläufe werden daher nicht isoliert bewertet, sondern in Relation zum Laufstil und Trainingsumfang gesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der präventiven Betreuung. Anstatt erst bei Beschwerden zu reagieren, analysieren wir bereits vorher die Belastungstoleranz und wie reagibel das Herz-Kreislauf-System ist. Daraus entwickeln wir individuelle Empfehlungen dazu, wie intensiv das (Intervall-)Training sein sollte und was sich als Regeneration eignet. Besonderen Wert legen wir auf die Abstimmung zwischen medizinischer Sicherheit und sportlicher Leistung. Unser Ziel ist ein Training, das leistungsfördernd wirkt, ohne das Herz dauerhaft unter Stress zu setzen. So lassen sich Überlastungen vermeiden, lange bevor sie klinisch relevant werden oder den Laufalltag einschränken, und unsere Patienten machen positive Erfahrungen beim Joggen.

Wer kann uns ein Bild schicken, welches wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Bildmaterial unterstützen würden, was wir anonym auf Lumedis veröffentlichen dürfen.
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Damit helfen Sie anderen Ihre Erkrankung besser zu verstehen und einzuschätzen.

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Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

Unserer Laufbandspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Sprechstunde!