Dr. Bela Braag
Dr. Jannik Ashauer
Amelie Grainger
PD Dr. Elke Maurer
Dr. Franziska Zwecker
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert
Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

Knochenmetastasen sind eine sehr ernst zunehmende Erkrankung. Meist äußern sie sich primär durch starke Schmerzen im betroffenen Bereich oder pathologische Frakturen.
Gerne beraten wir Sie persönlich zu unseren Sprechzeiten. Zu Ihrem Wunschtermin gelangen Sie hier.
Amelie Grainger und Dr. Bela Braag hat diesen Artikel für Sie zuletzt aktualisiert.
Dr. Braag und Frau Grainger sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie und sind bei Lumedis unsere Spezialisten für die kniffeligen orthopädischen Erkrankungen.
Der in Darmstadt geborene Dr. Braag hat an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und eine fundierte orthopädische Ausbildung durchlaufen.
Die in Heidelberg geborene Amelie Grainger hat ebenfalls an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert.
Gerne beraten Sie unsere Spezialisten in ihrer Spezial-Sprechstunde.
Knochenmetastasen sind bösartige Zellwucherungen in den Knochen, die aus einem Primärtumor entstehen, der in anderen Organen oder im Weichteilgewebe vorhanden ist. Knochenmetastasen sind nie gutartig, wachsen schnell und verdrängend und leiten ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium ein.
Osteoblastische Knochenmetastasen sind bösartige Tumorabsiedelungen im Knochen, die vor allem verdrängend wirken und zu starken Knochenschmerzen führen können. Sie finden sich vor allem bei einem primären Prostatakarzinom.
Osteolytische Knochenmetastasen sind ebenfalls bösartig, wirken aber weniger verdrängend in den Knochen. Sie lösen den Knochen zunehmend auf und sorgen so für eine erhöhte Frakturneigung der Knochen. Schmerzen verursachen sie weniger schnell und stark und werden aus diesem Grund in der Regel etwas später erkannt als osteoblastische Knochenmetastasen.
Es gibt einige Tumoren, die eine höhere Tendenz zur Metastasierung in den Knochen haben als andere. Besonders häufig können Prostatakarzinome in Knochen metastasieren. Aber auch Bronchialkarzinome haben die Tendenz, mitunter in das Skelettsystem zu metastasieren. Auch Brustkrebs kann sehr häufig in Knochen seine Satellitenzellen absetzen. Nierenzellkarzinome und Schilddrüsenkarzinome haben ebenfalls die Neigung, in Knochen zu metastasieren.
Wir haben umfangreiche und viel Mühe und Fleiß alle unten stehenden hilfreichen Informationen zusammengefasst.
Allerdings Lumedis führt keine Tumortherapie durch.
Die Spezialisten (Orthopäden, Sportwissenschaftler und Physiotherapeut) von Lumedis helfen bei bestehenden Knochenmetastasen
Gerne nehmen wir uns Ihrem Fall an.
Grundsätzlich kann eine Knochenmetastase in allen Knochen vorkommen. Vornehmlich sind es aber größere Knochen und entweder Röhrenknochen oder aber Knochen des Beckens und auch der Wirbelsäule. Hier sind es vor allem die Wirbelkörper, in denen sich Knochenmetastasen finden. Auch Oberschenkel, Unterschenkel, Armknochen oder auch Kieferknochen können von Metastasen befallen werden.
Knochenmetastasen verursachen lange Zeit keine Beschwerden, was die Diagnostik auch sehr erschweren kann. In aller Regel sind es Schmerzen in den jeweiligen betroffenen Knochen, wenn es sich um verdrängende Knochenmetastasen handelt. Handelt es sich um osteolytische Metastasen, treten die Beschwerden meistens sehr spät auf. Sie bestehen in einer erhöhten Frakturneigung. Man spricht auch von pathologischen atraumatischen Frakturen. Die Patienten stürzen oder verletzen sich nicht oder nur gering und es kommt in diesem Fall schon zu einer Fraktur.
Schmerzen, die durch Knochenmetastasen ausgelöst werden, werden als sehr unangenehm und dumpf beschrieben. In der Regel verschwinden sie nicht und werden über Tage bis Wochen stärker. Sie sind meistens im Bereich der Metastase lokalisiert, können aber auch in umliegende Bereiche ausstrahlen.
Zunächst wird eine ausführliche Krankenbefragung durchgeführt, die zeigen soll, seit wann die Beschwerden vorhanden sind und an welcher Stelle sie sind, ob ein Unfall oder Trauma vorausgegangen ist und auch, ob die Beschwerden im Verlauf besser geworden sind oder stärker. In der körperlichen Untersuchung werden die betroffenen Bereiche dann betastet, die Gliedmaßen dann auch durchbewegt. Entscheidendes diagnostisches Kriterium ist dann in erster Linie ein Röntgenbild des betroffenen Knochens. Dieses zeigt in der Vielzahl der Fälle schon eine entsprechend vorhandene Metastase. Im Zweifelsfall können auch noch weitere bildgebende Verfahren und Maßnahmen angewandt werden.
In vielen Fällen reicht schon ein einfaches Röntgenbild, um eine Knochenmetastase bzw. den Verdacht auf eine Knochenmetastase zu bekommen. In manchen Fällen kann der Befund so versteckt liegen, dass eine CT-Untersuchung bzw. MRT-Untersuchung durchgeführt werden muss. Erhärtet sich der Verdacht auf eine Metastase bereits im Röntgenbild, sollte unbedingt eine Szintigrafie des Knochens durchgeführt werden. Szintigrafien gehören des Weiteren auch zum sogenannten Staging. Dabei handelt es sich um eine Übersicht bei Erstdiagnose einer Krebserkrankung, die zeigen soll, wie weit diese vorangeschritten ist und ob auch Knochen befallen sind.
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Allerdings Lumedis führt keine Tumortherapie durch.
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Bei Metastasen kommt es nicht unbedingt zu einer Blutbildveränderung. Es kann also sein, dass ein ganz normales Blutbild vorhanden ist, es aber bereits im Körper eine Knochenmetastase gibt. Wenn die Metastase das blutbildende System beeinflusst, kann es zu Verschiebungen im Blutbild kommen. Des Weiteren können auch Entzündungswerte erhöht und auch die Calciumwerte verändert sein.
Wie Knochenmetastasen behandelt werden, ist ganz verschieden und kommt auf den Primärtumor an. In der Regel ist dieser im Vorfeld schon behandelt worden und man weiß, mit welchem Tumor man es zu tun hat. In einigen Fällen gehen die Patienten erst spät zum Arzt und es stellt sich das Bild einer Knochenmetastasierung dar. In diesem Fall muss zunächst geschaut werden, um welchen Primärtumor es sich handelt, bevor man eine entsprechende Therapie beginnen kann. Grundsätzlich bestehen die Therapien bei Knochenmetastasen aus Strahlentherapien oder Chemotherapien oder aber Hormonblockaden.
Die Strahlentherapie hat in der Behandlung von Knochenmetastasen eine zentrale Bedeutung. Je nach Primärtumorart kann es sinnvoll sein, knöcherne Metastasen zu bestrahlen, um zum einen die Ausbreitung zu hemmen, aber auch um die Metastasen kleiner werden zu lassen. Die Bestrahlungstherapie wird in mehreren Zyklen in der strahlenmedizinischen Abteilung, meistens eines Krankenhauses, durchgeführt. Es werden genaue Strahlungsdosen und auch Winkel berechnet, in denen ein Tumor bestrahlt werden kann. Patienten, die unter einer Strahlentherapie stehen, geben meistens als Nebenwirkungen Schwäche und Müdigkeit an. Außerdem kann in vielen Fällen eine gerötete und gereizte Hautstelle im Bereich des Bestrahlungsfeldes gesehen werden.
Knochenmetastasen können auch medikamentös behandelt werden. Hier ist aber ausschlaggebend, um welchen Primärtumor es sich handelt, von dem die Knochenmetastasen ausgehen, wie groß die Metastasen sind und auch, an welchen Knochen diese vorhanden sind. Man unterscheidet bei der medikamentösen Behandlung die Chemotherapie, die individuell auf den entsprechenden Tumor eingestellt ist, von der hormonblockierendenTherapie. Bei Letzterer kommt es darauf an, ob der Primärtumor hormonaktiv ist und ob eine Hormonblockade zu einem Wachstumsstopp der Knochenmetastase führt.
Knochenmetastasen werden meistens bestrahlt. Das Ziel ist, das Wachstum der Knochenmetastase einzudämmen und dafür zu sorgen, dass der Tumor kleiner wird. Die Behandlung wird in einer speziellen Abteilung der Radiologie durchgeführt, die sich Strahlentherapie nennt. Diese müssen die Patienten für mehrere Wochen oder sogar Monate aufsuchen, um eine genau geplante und individuell angesetzte Strahlentherapie durchführen zu lassen.
Vor allem osteolytische Knochenmetastasen machen den Knochen weicher und erhöhen die Frakturneigung. Patienten, die sich nur leicht stoßen oder auch manchmal nur überlasten, können dann sogar schon eine Fraktur des Knochens erleiden. In diesem Fall kann es notwendig werden, den betroffenen Knochen operativ zu stabilisieren. Es sind vor allem die großen und tragenden Knochen des Körpers, die, wenn sie von Knochenmetastasen befallen sind, stabilisiert werden müssen. Am häufigsten werden Wirbelkörper oder auch Becken und Oberschenkelknochen stabilisiert. Hier werden Drähte, Schrauben oder Platten benutzt, um wieder einen entsprechenden Halt und Stabilität zu erreichen.
Um die Lebensqualität bei Knochenmetastasen zu verbessern, setzt Lumedis vor allem auf die Kräftigung der Muskeln, die sich um den betroffenen Knochen befinden. Dies soll dafür sorgen, dass die Kräfte, die auf den Knochen wirken, kleiner werden und die Patienten entsprechend weniger Schmerzen erleiden müssen. Hierfür hat Lumedis einige technische Maßnahmen, die auch in Kombination zur Anwendung kommen können. In erster Linie handelt es sich um diagnostische Maßnahmen, die vor allem zeigen sollen, welche Muskeln von der Fehlbelastung betroffen sind. Es folgen dann nach dem Ergebnis entsprechende Übungspläne, wie die Muskeln des Patienten auftrainiert werden können.
Beim muskulären Dysbalance-Check werden die Muskeln des Patienten betrachtet, betastet und untersucht und im Seitenvergleich beurteilt. Hier kommt es vor allem darauf an, wie gut diese ausgebildet sind, wie beweglich und wie kräftig. Bei einer deutlichen Seitendifferenz ist von einer Fehlbelastung auszugehen, die dann durch entsprechende Übungen ausgeglichen werden sollte.
Bei der Ganganalyse wird der Patient barfuß auf ein Laufband gestellt. Eine Kamera zeichnet den Stand des Patienten auf. Nun wird er gebeten, zu gehen und anschließend zu laufen. Die ermittelten Daten werden dann an einen Rechner weitergeleitet, der dann eine entsprechende Fehlbelastung aufzeigt und auch darstellt, welche Muskeln von der Fehlbelastung betroffen sind. Daraus resultieren dann individuell erstellte Übungen, die der Patient dann an die Hand gegeben bekommt.
Unter anderem aus dem Ergebnis der Laufbandanalyse und dem muskulären Dysbalance-Check ergeben sich dann Übungen, die die Patienten regelmäßig durchführen sollten. Diese sind unterschiedlich, individuell und davon abhängig, welche onkologische Grunderkrankung vorliegt, wo die Knochenmetastasen sind und auch, in welcher Menge sie vorhanden sind. Die Übungen sollten ohne viel Kraft durchgeführt werden, um das ohnehin schon erhöhte Frakturrisiko nicht weiter zu erhöhen. Die Übungen unterteilt man in muskeldehnende Übungen, muskelkräftigende Übungen und muskellockernde Übungen. Im besten Fall sollte man Übungen aus allen drei Behandlungsgruppen miteinander kombinieren.
Die muskelkräftigenden Übungen sorgen dafür, dass die Bereiche des Knochens, die durch die Metastase in Mitleidenschaft gezogen sind, entlastet werden. Durch die Metastasen und die Schmerzen gehen viele Patienten in eine Fehlhaltung, was nicht nur zu weiteren Schmerzen, sondern auch zu Muskelverkürzungen führt. Diese versucht man dann durch Dehnübungen zu behandeln. Ebenfalls durch die Fehlhaltung befinden sich Muskeln im metastasennahen Bereich meistens auch in einem verhärteten Zustand. Lockernde Übungen sollen dabei Abhilfe schaffen.
Wichtig ist, dass die durchgeführten Übungen, die bei Knochenmetastasen durchgeführt werden können, nur unter strenger Beobachtung von Ärzten ausgeführt werden sollten, um zu vermeiden, dass es zu einer Fraktur kommt. Schwingende Bewegungen der Gliedmaßen ohne einen hohen Kraftaufwand und ohne entsprechende Zugkräfte stellen in der Regel keine Gefahr dar und können meistens problemlos durchgeführt werden. Auf Gewichte sollte generell verzichtet werden. Reißende Bewegungen sollten ebenfalls nicht durchgeführt werden, da dies eine hohe Kraftbelastung für den Knochen bedeuten würde. Die Übungen sollten immer in einem aufgewärmten Zustand durchgeführt werden. Sobald man vermehrte Beschwerden spürt, sollte man die Übungen unterbrechen oder abbrechen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
In der Regel läutet eine knöcherne Metastasierung eine fortgeschrittene onkologische Erkrankung ein, die nur sehr schwer behandelbar ist. Entscheidend für den Verlauf und die Prognose ist, welcher Primärtumor zum einen hinter den Knochenmetastasen steht und wie aggressiv dieser ist, aber auch, wie alt der Patient ist und ob Grunderkrankungen vorhanden sind. So ist ein knöchern metastasiertes Prostatakarzinom bei einem älteren Menschen prognostisch günstiger als eine durch Brustkrebs entstandene Knochenmetastase bei einer jungen Patientin. Schlägt die Therapie an, kann man im allerbesten Fall Knochenmetastasen verkleinern. Verschwinden tun sie selten. Bei Nichtansprechen der Therapie breiten sich die Metastasen immer weiter aus. Die Patienten versterben in diesem Fall in der Regel im Wochen- oder Monatsbereich.
Die Todesursache bei onkologischen Erkrankungen und auch bei Knochenmetastasen ist meistens ein kompletter Zusammenbruch des Immunsystems oder aber auch ein Multiorganversagen. In der Regel versterben die Patienten an Infekten, die medikamentös nicht mehr beherrschbar sind. Manchmal ist von den Knochenmetastasen auch das blutbildende System betroffen, was dann zur Folge hat, dass weiße und rote Blutkörperchen nicht mehr in gewohntem Maße gebildet werden können, was dann auch schwere Infektionen mit Todesfolge auslösen kann. In der Regel haben die Patienten mit Knochenmetastasen schon eine lange Zeit der Behandlung mit Chemotherapie hinter sich. Sie sind geschwächt und entkräftet. Die endgültige Todesursache ist dann ein Multiorganversagen bei Infekten bzw. einem Immunsystemzusammenbruch.
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