Dr. Bela Braag
Dr. Jannik Ashauer
Amelie Grainger
PD Dr. Elke Maurer
PD Dr. Nils Beisemann (ab 01.01.2027)
Dr. Franziska Zwecker
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert
Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
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60311 Frankfurt am Main

Testosteron spielt eine wichtige Rolle für Leistungsfähigkeit, Muskelmasse, Stimmung und Sexualfunktion. Treten Beschwerden wie Müdigkeit, Libidoverlust oder ein Leistungsabfall auf, kann daher eine gezielte Bestimmung des Testosteronwertes wichtige Hinweise liefern.
In diesem Bericht erfahren Sie mehr über Normwerte, Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten eines Testosteronmangels.
Bei Lumedis können die relevanten Blutwerte bestimmt und die Ergebnisse anschließend im Rahmen einer individuellen Beratung ausführlich besprochen werden.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und Experte für patientennahe Medizin.
Neben seiner Tätigkeit in der Praxis ist er als Stammgast der TV-Sendung ‚hallo hessen‘ (HR) bekannt.
Seine fachliche Expertise wird seit Jahren durch regelmäßige Auszeichnungen in der Focus-Ärzteliste bestätigt.
Sein besonderes Anliegen ist es, medizinisches Wissen laienverständlich und fundiert zu vermitteln – sowohl in seinen Artikeln auf lumedis.de als auch auf seinen Social-Media-Kanälen bei Facebook und Instagram.
Testosteron ist ein Hormon, das bei Männern und Frauen in unterschiedlicher Höhe vorkommt. Es handelt sich um ein Geschlechtshormon. Aufgrund der Anreicherung und des hohen Aufkommens bei Männern wird es als männliches Geschlechtshormon bezeichnet. Es sorgt dafür, dass sich bei der Entwicklung die Geschlechtsorgane ausbilden. Auch die Spermien werden mit Hilfe des Testosterons gebildet. Weiterhin hat das Hormon Einfluss auf den Antrieb und die Stimmung und ist für den Haarwuchs und die Stimmfarbe zuständig. Vermännlichte Gesichtszüge und Körperformen werden ebenfalls durch das Testosteron gebildet.
Eine Testosteronbestimmung ist für alle Patienten zu empfehlen, die unter den Symptomen Libidoverlust, Schwäche und Abgeschlagenheit und Müdigkeit leiden. Auch bei einem sichtbaren und spürbaren Muskelabbau sollte eine Testosteronbestimmung im Verlauf durchgeführt werden. In aller Regel werden auch noch andere Werte im Blut bestimmt, die ebenfalls ähnliche oder gleiche Symptome auslösen können wie der Testosteronmangel. Hierzu zählen die Schilddrüsenbestimmung, die Eisenwertbestimmung und in jedem Fall auch ein Differentialblutbild.

|
Alter |
Männer (Gesamt-Testosteron) |
Frauen (Gesamt-Testosteron) |
|---|---|---|
| 20–50 Jahre | 250–840 ng/dL (≈ 8,7–29,1 nmol/L) | 8–48 ng/dL (≈ 0,3–1,7 nmol/L) |
| >50 Jahre | 190–740 ng/dL (≈ 6,6–25,7 nmol/L) | 3–41 ng/dL (≈ 0,1–1,4 nmol/L) |
Altersbedingte Ursachen: Die häufigste Ursache für einen Testosteronmangel ist eine altersbedingte Ursache. Ältere Männer haben einen deutlich niedrigeren Testosteronwert als junge Männer. Kommt es zu einem zu frühen Absinken des Testosteronspiegels, werden in der Regel die dafür typischen Beschwerden angegeben.
Hormonelle Erkrankungen: Testosteron wird zum größten Teil in den Hoden gebildet. Ein Teil wird auch in der Nebenniere gebildet. Kommt es zu einer Erkrankung einer der beiden, kann es passieren, dass die Hormonproduktion reduziert wird, was dann zu einem Testosteronmangel führen kann.
Medikamentöse Behandlung: Vor allem nach Tumorerkrankungen kann die Behandlung in einer medikamentösen Hormonblockade durchgeführt werden. Hier wäre vor allem das hormonsensitive Prostatakarzinom zu nennen. Mit den nach der Operation gegebenen Medikamenten werden die Rezeptoren für Testosteron bzw. auch das Testosteron im Körper blockiert. In der Regel werden zwar diese Medikamente gut vertragen, manchmal kann es aber auch vorkommen, dass die für einen Testosteronmangel typischen Beschwerden auftreten und die Patienten zum Arzt gehen lassen.
Es gibt einige absolute Indikationen für eine Testosterongabe und sogenannte relative Indikationen. Bei einem starken Mangel und entsprechend schweren Beschwerden wird es in der Regel notwendig sein, den Patienten mit Testosteron zu behandeln. Hier entscheidet der behandelnde Arzt, wie hoch das Testosteron dosiert ist und wie lange es gegeben werden muss.
Bei leichteren Mängeln und nicht so schweren Beschwerden kann zunächst ein abwartendes Vorgehen gewählt werden. Bei älteren und hochbetagten Männern kann bei einer zunehmenden Schwäche und Bettlägerigkeit ebenfalls ein vorsichtiges Aufdosieren von Testosteron in Erwägung gezogen werden.
Bei körperlicher Aktivität kann der Testosteronwert gesteigert werden. Das Gleiche gilt auch für geistige Arbeit. Bei einer Kombination aus Sport und auch Gedächtnisaktivität hat man herausgefunden, dass der Testosteronspiegel ansteigt. Nicht nur für die Allgemeingesundheit, sondern auch bei einem latenten Testosteronmangel oder auch bei stärkeren Mängeln kann es hilfreich sein, sich sportlich zu betätigen.
Es gibt auch einige Gründe, weshalb der Testosteronspiegel im Blut zu hoch sein kann. Die Hauptursache ist die medikamentöse Zufuhr. So findet man vor allem in der Bodybuilder-Szene oftmals hohe Testosteronwerte, die durch eine medikamentöse Applikation verursacht werden. In einigen Fällen kann es aber auch bei den hormonproduzierenden Organen, wie der Nebenniere und auch der Hoden, zu ursächlicher Mehrproduktion von Testosteron kommen. Hier sind es vor allem gutartige, aber auch bösartige Tumoren, die diesen Einfluss auf das Hormonsystem auslösen.
In jedem Fall sollte bei erhöhten Testosteronwerten eine intensive Überprüfung der Hormonachsen des Körpers erfolgen. Dies geschieht in der Regel durch einen Facharzt für Endokrinologie.
Wie oft man im Blut nachschauen sollte, wie hoch der Testosteronwert ist, hängt davon ab, wie stark der Mangel war, ob Testosteron zugeführt wurde und ob die Ursache für den Mangel bekannt ist. Bei einer Testosteronsubstitution sollten die Werte alle 3 bis 6 Monate kontrolliert werden. Bei stabilen Werten kann man dann die Kontrollintervalle entsprechend verlängern.
Kommt es zu Abweichungen der Testosteronwerte, kann es zu deutlichen Beschwerden kommen. Bei einem Testosteronmangel imponieren Schwäche, Müdigkeit, Muskelabbau und auch depressive Verstimmungen und Libidoverlust. Bei einem zu hohen Testosteronspiegel klagen die Patienten meistens über Unruhe, Gereiztheit, stark erhöhte Libido und Schwitzen.
Die Bestimmung der Testosteronwerte kostet zwischen 23 und 60 EUR, je nachdem, welche genauen Werte inklusive Hormonvorstufen etc. abgenommen werden oder nicht und über welches Labor diese Werte abgenommen werden.
In der Regel übernimmt die private Krankenkasse die Kosten für eine Testosteronbestimmung. Hier ist, wie bei der gesetzlichen Krankenkasse auch, eine Diagnosestellung wichtig.
Selbstzahler können den Testosteronwert auch bei Lumedis testen lassen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Sprechstunde!