Dr. Bela Braag
Dr. Jannik Ashauer
Amelie Grainger
PD Dr. Elke Maurer
Dr. Franziska Zwecker
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert
Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

Der ß-hCG-Wert ist vor allem als wichtiger Marker zur Feststellung und Verlaufskontrolle einer Schwangerschaft bekannt. Veränderungen des Wertes können jedoch auch bei bestimmten Erkrankungen auftreten und eine weitere Abklärung erforderlich machen. In diesem Bericht erfahren Sie mehr über Normwerte, Aussagekraft und mögliche Ursachen für Abweichungen.
Bei Lumedis kann der ß-hCG-Wert im Blut bestimmt und das Ergebnis im Rahmen einer individuellen Beratung eingeordnet werden. Vereinbaren Sie hier Ihren Termin.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und Experte für patientennahe Medizin.
Neben seiner Tätigkeit in der Praxis ist er als Stammgast der TV-Sendung ‚hallo hessen‘ (HR) bekannt.
Seine fachliche Expertise wird seit Jahren durch regelmäßige Auszeichnungen in der Focus-Ärzteliste bestätigt.
Sein besonderes Anliegen ist es, medizinisches Wissen laienverständlich und fundiert zu vermitteln – sowohl in seinen Artikeln auf lumedis.de als auch auf seinen Social-Media-Kanälen bei Facebook und Instagram.
ß-hCG ist ein Schwangerschaftshormon, welches nach der Empfängnis und der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut vermehrt gebildet wird und dann auch im Blut erhöht darstellbar ist.

Da der β-hCG-Wert stark nach Beginn der Schwangerschaft mit der Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut zunimmt, ist es der Standardmarker zur Feststellung einer bestehenden Schwangerschaft.
Da sich die Höhe des Wertes stark an der Länge der Schwangerschaft orientiert und sich der Wert immer weiter verdoppelt, kann man vom Wert sichere Rückschlüsse auf die aktuelle Schwangerschaftswoche ziehen. Das Hormon eignet sich auch bestens, um zu beweisen, ob eine Schwangerschaft noch intakt ist. So fällt bei einem Sterben des Embryos der ß-hCG-Wert stark ab.
Neben der Schwangerschaft kommt es auch durch verschiedene Tumorarten zu einem Anstieg des ß-hCG. Es sind vor allem Tumore, die die Keimbahn betreffen, also vor allem im Bereich von Eizellen vorhanden sind. Zu nennen wäre u. a. das Ovarialkarzinom, das einen erhöhten ß-hCG-Spiegel hervorrufen kann. Bei hohen Werten im Blut und einer ausgeschlossenen Schwangerschaft sollte in jedem Fall eine Tumorsuche beginnen.
Neben dem Ovarialkarzinom wären auch das Bronchialkarzinom, das hepatozelluläre Karzinom und das Nierenzellkarzinom die Tumorarten, die ein erhöhtes β-hCG verursachen könnten.
|
Schwangerschaftswoche (ab letzter Periode) |
β-hCG (mIU/ml bzw. IU/l) |
|---|---|
| 3. Woche | 5–50 |
| 4. Woche | 5–426 |
| 5. Woche | 18–7.340 |
| 6. Woche | 1.080–56.500 |
| 7.–8. Woche | 7.650–229.000 |
| 9.–12. Woche | 25.700–288.000 |
| 13.–16. Woche | 13.300–254.000 |
| 17.–24. Woche | 4.060–165.400 |
| 25.–40. Woche | 3.640–117.000 |
Ab der dritten Schwangerschaftswoche ist das β-hCG erhöht nachweisbar. Es verdoppelt sich dann in der Regel jede Woche, was eine sehr genaue Zuordnung zur jeweiligen Schwangerschaftswoche zulässt.
Wie oft eine Bestimmung im Blut wiederholt werden muss, hängt u. a. davon ab, aus welchen Gründen man die Bestimmung macht. Bei einem Schwangerschaftsnachweis reicht bei ausbleibender Periode und anamnestischen Angaben über mögliche Empfängnis eine einmalige Testung. Im Verlauf der Schwangerschaft kann dann dieser Test nochmal wiederholt werden, um zu bestätigen, dass die Schwangerschaft intakt ist.
Nimmt man das Hormon aber als Nachweis oder Verlaufskontrolle einer Tumorerkrankung, wird es vor allem nach einer durchgeführten Therapie erneut bestimmt, um zu sehen, ob der Tumor sich zurückgebildet hat. Bei den entsprechenden Tumoren kann das ß-hCG auch zur Verlaufskontrolle eingesetzt werden. Hier würde man in der Nachsorge dann eine Hormonbestimmung machen. Steigt es erneut an, sollte in jedem Fall eine erneute Tumorsuche beginnen, die zeigen soll, ob der Tumor oder Metastasen zurückgekommen sind.
Verlaufskontrollen sind vor allem bei der Suche, Therapie und Nachsorge bei Tumorerkrankungen notwendig. In diesem Fall sollte das β-hCG immer bei den Nachsorgeterminen abgenommen werden. Bei Schwangerschaftsabbrüchen sollte das Hormon ebenfalls bestimmt werden. Hier wäre ein Abfall zu erwarten.
Auch kann das ß-hCG zur Diagnostik für das Vorhandensein einer Eileiterschwangerschaft genutzt werden. Bei einer ausbleibenden Periode, einer unauffälligen Gebärmutterschleimhaut und bei einem erhöhten ß-hCG muss auch von einer befruchteten Eizelle ausgegangen werden, die sich in den Eileitern festgesetzt hat. In diesem Fall muss unbedingt eine weiterführende Diagnostik durchgeführt werden, die eine Eileiterschwangerschaft ausschließt.
Bei Mehrlingsschwangerschaften ist der β-hCG um 30–50 % höher als bei einzelnen Embryos. Bei für die Schwangerschaftswoche deutlich erhöhten Werten sollte in jedem Fall von einer Mehrlingsschwangerschaft ausgegangen werden.
Erhöhte β-hCG-Werte deuten immer darauf hin, dass es sich um eine Schwangerschaft handelt oder aber um ein Tumorleiden. Zweiteres kommt aber deutlich seltener vor. Vor allem, wenn eine ausbleibende Periode und auch die Anamnese für eine Schwangerschaft passen würden, muss keine weitere Tumorabklärung erfolgen.
Bei Patientinnen in der Menopause und mit erhöhten Werten sollte hingegen immer eine Bestimmung des Hormons erfolgen. Bei erniedrigten Werten in einer Schwangerschaft muss dringend geschaut werden, ob der Embryo gesund wächst und an Größe zunimmt, da es während der Schwangerschaft immer zu einer Zunahme des ß-hCG kommen kann.
Die Kosten für eine β-hCG-Bestimmung liegen zwischen 10 und 30 EUR, je nach Labor und Arzt.
Ja, die Kosten für eine β-hCG-Bestimmung werden in der Regel von der privaten Krankenversicherung übernommen.
Selbstzahler können auch eine Bestimmung des ß-hCG bei lumedis durchführen lassen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Sprechstunde!