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Joggen in der Schwangerschaft hängt weniger vom geplanten Zeitpunkt und mehr vom körperlichen Zustand ab.
Bei Unsicherheiten beraten Sie unsere Laufexperten gerne. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde.
Dieser Artikel wurde durch Mario Habersack zuletzt aktualisiert.
Mario Habersack ist diplomierter Sportwissenschaftler und Leiter der Abteilung"Bewegungsanalysen" bei Lumedis.
Er hat mehr als 10.000 Laufanalysen seit 2009 durchgeführt.
Bundesweit finden Sie kaum einen Spezialisten, der in diesem Bereich eine höhere Expertise aufweist.
Mehr zu seiner Person finden Sie unter Mario Habersack.
Joggen ist in der Schwangerschaft grundsätzlich möglich, sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Für diese Frage ist weniger die Schwangerschaft selbst als der individuelle Gesundheitszustand der Frau wichtig. Wer bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig gelaufen ist, kann häufig auch weiterhin joggen, allerdings in geringerer Intensität, geringerem Umfang und mit langsamerem Tempo. Man sollte bedenken, dass sich der gesamte Körper während der Schwangerschaft verändert, daher reagieren Kreislauf, Atmung, Muskeln und Bindegewebe anders auf Belastung als bei Nicht-Schwangeren. Joggen sollte also in dieser Phase nicht dem Leistungsaufbau oder Abnehmen dienen, sondern der eigenen Gesundheit und einem positiven Körpergefühl. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Hauptvoraussetzungen eine unkomplizierte Schwangerschaft, Absprachen mit dem Gynäkologen (gegebenenfalls auch mit der Hebamme) und ein sensibler Umgang mit körperlichen Warnsignalen sein sollten.
Bis wann Joggen möglich ist, kann man pauschal nicht sagen. Viele Frauen können im ersten und zweiten Trimester (Schwangerschaftsdrittel) problemlos weiterlaufen, sofern sie dabei keine Beschwerden bekommen. Mit zunehmendem Schwangerschaftsverlauf verändern sich aber Körperstatik, Gewicht und damit auch die Gelenkbelastung, was das Joggen erschwert. Im dritten Trimester empfinden viele Frauen Laufen als unangenehm und wechseln zu alternativen Bewegungsformen wie zügigem Gehen. Maßgeblich ist also nicht die Schwangerschaftswoche, sondern das individuelle Befinden. Sobald Schmerzen, ein harter Bauch oder ungewöhnliches Bewegungsverhalten des ungeborenen Kindes auftreten, sollte das Joggen beendet oder angepasst werden in Absprache mit einem Arzt.
Bestimmte Symptome sollten beim Joggen in der Schwangerschaft immer ernst genommen werden. Dazu zählen Unterbauchschmerzen, ziehende Schmerzen im Becken oder Rücken sowie Druck nach unten (auch als „harter Bauch“ beschrieben). Auch vaginale Blutungen (Spotting), Schwindel, Atemnot oder plötzlich auftretende Schwäche sind klare Warnzeichen. Treten Herzstolpern, ausgeprägte Kurzatmigkeit oder ein ungewöhnlich schneller Puls auf, sollte das Training sofort beendet werden. Ebenso relevant sind Krämpfe tief im Beckenboden oder ein Gefühl von Beckeninstabilität. In all diesen Fällen ist eine ärztliche Abklärung notwendig, bevor die körperliche Belastung fortgesetzt wird.
Im ersten Trimester berichten viele Frauen über schnelle Ermüdung und Kreislaufschwankungen, obwohl äußerlich noch wenig sichtbar von der Schwangerschaft ist. Im zweiten Trimester empfinden viele das Joggen als angenehmer, da sich der Körper bereits an die Schwangerschaft gewöhnt hat. Mit fortschreitender Schwangerschaft verändert sich das Laufgefühl weiter: Da sich der Körperschwerpunkt verlagert, werden die Schritte kürzer und das Tempo langsamer. Im dritten Trimester treten häufiger Druckgefühle im Becken auf. Das subjektive Empfinden ist dabei entscheidend und sollte immer höher gewichtet werden als vorgenommene Trainingspläne oder frühere Laufleistungen.
Die Belastbarkeit von Herz, Kreislauf und Gelenken kann man in der Schwangerschaft durch subjektive und objektive Kriterien überwachen. Bezüglich des persönlichen Empfindens gilt, dass Joggen so möglich sein sollte, dass man nicht außer Atem gerät oder Druckschmerzen entwickelt. Auch das Tracken von Puls und Blutdruck kann hilfreich sein. Bezüglich der Gelenke sollte man deren Stabilität, Schmerzfreiheit und das Auftreten von Zug- oder Druckschmerzen beobachten. Indem man regelmäßig ärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt, hilft man dabei, Risiken früh zu erkennen. Warnsignale sollten ernst genommen und die Belastung entsprechend angepasst werden.
Ein Ultraschall sollte bei bestimmten ungewöhnlichen Körpersymptomen gemacht werden. Dazu gehören Unterbauchschmerzen, Druck im Bauch, Blutungen oder eine subjektiv verminderte Belastbarkeit nach sportlicher Aktivität. Auch bei Frauen, die erst in der Schwangerschaft mit Joggen beginnen oder nach einer Pause wieder einsteigen, kann eine gynäkologische Kontrolle vor und nach dem Joggen hilfreich sein. Der Ultraschall dient nicht der Leistungsüberwachung für das Joggen, sondern der medizinischen Sicherheit rund um das ungeborene Kind. Er kann bestätigen, ob die Schwangerschaft regelrecht verläuft und keine Kontraindikationen gegen moderates Training bestehen. Alle Entscheidungen über neue sportliche Belastungen sollten immer in ärztlicher Rücksprache getroffen werden.
Sicheres Joggen in der Schwangerschaft basiert auf regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, Absprachen mit dem Arzt und der Bereitschaft, das Training und die eigenen Erwartungen anzupassen. Da der Körper sich kontinuierlich verändert, müssen Trainingsumfang, Tempo und Laufstil immer wieder überprüft werden. Joggen sollte stets so moderat erfolgen, dass währenddessen eine normale Unterhaltung noch möglich ist. Man sollte übermäßige Erschöpfung oder Leistungsdruck vermeiden. Wichtig ist auch ein gutes Körpergefühl, ausreichend Regeneration und eine realistische Selbsteinschätzung. Dazu gehört auch, an manchen Tagen bewusst auf das Joggen zu verzichten. Weiterhin kann man Maßnahmen wie eine geringere Schrittfrequenz und Geschwindigkeit sowie gezielte Kräftigungs- und Stabilitätsübungen für Rumpf und Beckenboden ergreifen. Diese unterstützen die Laufbelastung, ohne sie zu ersetzen. Ebenso relevant sind äußere Faktoren: ein guter Untergrund, gedämpfte Schuhe und ausreichend isotonische Flüssigkeit. Regelmäßige ärztliche Kontrollen geben zusätzliche Sicherheit. Ziel ist nicht Trainingserfolg im klassischen Sinn, sondern Bewegung, die sich stabil, kontrolliert und gut anfühlt. Wer flexibel bleibt und seine Körpersignale ernst nimmt, kann also auch in der Schwangerschaft sicher joggen.
Die Schrittfrequenz und Geschwindigkeit anzupassen, reduziert die Belastung auf Gelenke, Beckenboden und Kreislauf. Kürzere Schritte mit leicht erhöhter Frequenz verringern Stoßkräfte und verbessern die Stabilität. Das Lauftempo sollte so gewählt werden, dass keine Atemnot entsteht, aber ein gleichmäßiger Rhythmus möglich ist. Große Tempowechsel (wie beim Intervalltraining) oder Laufen mit Kaloriendefizit sind in der Schwangerschaft nicht sinnvoll. Die Läufe dürfen sich langsamer anfühlen als vor der Schwangerschaft. Entscheidend ist ein ruhiger, kontrollierter Bewegungsablauf, der Sicherheit vermittelt und keinen Druck oder Schmerzen auslöst.
Neben dem Laufen an sich sollte man auch Kräftigungs- und Stabilitätsübungen machen, um den Körper beim Joggen in der Schwangerschaft zu unterstützen. Ein Beispiel: Im Stand wird ein Fuß leicht angehoben, der Oberkörper bleibt stabil, die Atmung ruhig. Eine zweite Übung sind sanfte Beckenbodenaktivierungen im Sitzen. Beim Ausatmen wird die Beckenbodenmuskulatur bewusst angespannt, beim Einatmen wieder gelöst. Als dritte Übung eignen sich kontrollierte Wandstütz-Übungen: Mit den Händen an der Wand wird der Oberkörper leicht nach vorne geneigt, der Rumpf bleibt stabil. Alle Übungen sollten schmerzfrei, langsam und ohne Bauchpressen ausgeführt werden.
Bei Lumedis steht ein interdisziplinärer Ansatz im Mittelpunkt. Die Betreuung erfolgt in enger Abstimmung zwischen Gynäkologie, Geburtshilfe und Sportmedizin. Dadurch lassen sich Sport, Schwangerschaftsverlauf und individuelle Risiken gemeinsam bewerten. Dabei werden Beckenboden, Kreislauf und Muskelstabilität beurteilt. Ergänzend kommen weitere Untersuchungen hinzu, die helfen, Überlastungen zu erkennen: der Check muskulärer Dysbalancen, EMG und Bewegungsanalysen. Ziel ist eine sichere, angepasste Belastung, die Bewegung ermöglicht, ohne den Körper zu stressen oder Warnsignale zu übergehen.
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Durch unser umfangreiches Wissen und unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Laufanalyse und Sportmedizin haben wir eine differenzierte Betrachtungsweise, welche Ihnen helfen wird, schmerzfrei zu laufen.
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Der muskuläre Dysbalancen-Check dient dazu, Ungleichgewichte zwischen stabilisierenden und beweglichen Muskelgruppen zu erkennen. In der Schwangerschaft ist dies von besonderer Bedeutung, da hier durch Hormone bestimmte Muskeln (Hüfte, Rücken, Beckenboden) stärker gefordert werden, wogegen andere Strukturen (z.B. die Symphyse) schwächer werden. Das beeinflusst anschließend die Körperhaltung, wo der Körperschwerpunkt liegt und die allgemeine Muskelspannung. Diese Verschiebungen können beim Joggen zu Überlastung führen. Durch den Test kann man diese Seitenunterschiede überprüfen. Auf dieser Basis lassen sich Übungen und Laufbelastung anpassen.
Das Elektromyogramm ermöglicht eine objektive Beurteilung der Muskelaktivität. Dabei wird gemessen, wie gut bestimmte Muskelgruppen miteinander arbeiten. In der Schwangerschaft kann das EMG helfen zu beurteilen, ob Rumpf- oder Beckenbodenmuskulatur ausreichend aktiviert werden oder ob Über- beziehungsweise Unterspannungen bestehen. Diese Informationen sind deswegen wertvoll, da subjektives Empfinden und tatsächliche Muskelkraft auseinanderliegen können. Das EMG liefert damit auch eine Entscheidungshilfe für Veränderungen beim Training. Es unterstützt dabei, Belastungen besser zu planen und Übungen so auszuwählen, dass der schwangere Körper nicht überfordert wird.
Die Bewegungsanalyse zeigt, wie sich Gang- oder Laufmuster in der Schwangerschaft verändern. Hierbei werden die Schrittfrequenz und die Bewegungsabläufe systematisch erfasst. So lassen sich Fehlbelastungen erkennen, die beim Joggen zu Beschwerden führen können. Auf Grundlage dieser Analyse werden individuelle Trainings- und Präventionsmaßnahmen entwickelt. Dazu zählen Beckenbodentraining sowie Anpassungen des Lauftrainings (z.B. Tempo, Streckenwahl und Laufdauer). Dies kann regelmäßig in der Schwangerschaft überprüft werden, da sich die Ansprüche an den Körper fortlaufend ändern.

Wichtige Informationen über das eigene Laufverhalten: Fußrotation; Schrittlänge; Schrittweite; Standphase; Kadenz
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