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Um das Joggen auch bei Miunsgraden so effektiv und risikoarm wie möglich zu gestalten, gilt es einige grundlegende Empfehlungen zu beachten.
Unser Frankfurter Team unterstützt Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Weg zu einem gesunden und leistungsfähigen Körper. Gerne beraten wir Sie persönlich und individuell, um Fehlbelastungen frühzeitig zu erkennen und Verletzungen durch mangelndes Wissen gezielt zu vermeiden. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Wunschtermin.
Dieser Artikel wurde durch Mario Habersack zuletzt aktualisiert.
Mario Habersack ist diplomierter Sportwissenschaftler und Leiter der Abteilung"Bewegungsanalysen" bei Lumedis.
Er hat mehr als 10.000 Laufanalysen seit 2009 durchgeführt.
Bundesweit finden Sie kaum einen Spezialisten, der in diesem Bereich eine höhere Expertise aufweist.
Mehr zu seiner Person finden Sie unter Mario Habersack.
Joggen im Winter stellt andere Anforderungen an Laufende, als es in milden Jahreszeiten der Fall ist. Das Joggen wird beeinflusst durch Kälte, Dunkelheit und wechselnde Wetterbedingungen. Dies wirkt sich nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf Sicherheit und Regeneration aus. Durch die Kälte reagiert der Körper langsamer, die Muskeln sind steifer und das Verletzungsrisiko steigt, wenn Aufwärmen und Training nicht angepasst werden. Gleichzeitig verändern Schnee, Nässe und Wind das subjektive Empfinden deutlich. Auch pragmatische Aspekte wie Kleidung, Schuhe und Sichtbarkeit im Straßenverkehr müssen bedacht werden. Wer im Winter joggt, sollte deshalb bewusster trainieren, Intensität und Dauer flexibel handhaben und die Erholungsphasen ernst nehmen. Das Ziel sollte sein, trotz Winter die Freude am Laufen zu erhalten, ohne den Körper durch Kälte, Infekte oder Fehlbelastungen unnötig zu stressen. Eine realistische Einschätzung der eigenen Belastbarkeit hilft hierbei, langfristig gesund, motiviert und leistungsfähig zu bleiben.
Das Zwiebelprinzip ist eine bestimmte Art des Kleidungtragens, die sich im Winter bewährt hat, weil sie eine flexible Anpassung an wechselnde Bedingungen ermöglicht. Hierfür zieht man mehrere dünne Kleidungsschichten an. Diese halten warm, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Gleichzeitig kann überschüssige Wärme besser abgegeben werden, da Feuchtigkeit nach außen transportiert wird. So wird verhindert, dass der Körper auskühlt, wenn man ins Schwitzen kommt. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Schichten vor oder nach dem Lauf flexibel auszuziehen (oder wieder anzuziehen). Gerade bei längeren oder intensitätsvariablen Einheiten hilft das Zwiebelprinzip, die Körpertemperatur stabil zu halten und Unterkühlung oder Überhitzung zu vermeiden.
Beim Joggen reagieren bestimmte Körperregionen besonders empfindlich auf äußere Kälte. Dazu zählen die Hände, Füße, Ohren und das Gesicht, da sie stark durchblutet sind, schnell Wärme verlieren und eher außen am Körper sitzen (in der „Peripherie“). Auch die Atemwege sind empfindlich gegenüber kalter, trockener Luft. Weiterhin benötigen Muskeln und Sehnen bei niedrigen Temperaturen länger, um elastisch zu werden und sind daher im Winter anfälliger für Verletzungen. Zusätzlich können auch Gelenke wie das Knie bei Kälte steifer sein. Man kann diese Bereiche aber gezielt schützen und gut vorbereiten. Das reduziert das Risiko für Beschwerden und so kann man auch im Winter sicher trainieren.
Ein Schutz der Atemwege ist ab Temperaturen unter minus fünf Grad angezeigt. Grund hierfür ist, dass kalte Luft wenig Feuchtigkeit enthält und die Schleimhäute reizen kann. Besonders Menschen mit bereits bestehendem Asthma, Husten oder Infektanfälligkeit reagieren empfindlich. Auch steigt der Bedarf an angewärmter Atemluft, je höher die Laufintensität ist. Einen Schal oder ein Schlauchtuch vor Mund und Nase zu binden, kann helfen, die Luft etwas zu erwärmen und zu befeuchten. Bei starkem Wind oder längeren Läufen kann ein Atemschutz auch bei leicht wärmerem Wetter sinnvoll sein, um Reizungen zu vermeiden.
Um Erkrankungen durch Joggen im Winter zu vermeiden, sollte man sich zunächst mit den Risiken vertraut machen und Phasen von Belastung und Regeneration bewusst planen. Bei beginnenden Infekten, Fieber oder ausgeprägter Erschöpfung sollte auf das Training verzichtet werden. Auch nach dem Lauf spielt das individuelle Verhalten eine große Rolle: Verschwitzte Kleidung sollte sofort gewechselt werden, um das Auskühlen zu verhindern. Viel Schlaf, moderate Trainings und Ruhetage unterstützen das Immunsystem außerdem. Intensive Einheiten sollten im Winter nicht zu häufig eingeplant werden. Wer auf seine Körpersignale achtet, die Belastung anpasst und die Notwendigkeit von Erholungsphasen ernst nimmt, senkt das Risiko für Erkältungen und Verletzungen daher deutlich.
Überlastung oder Unterkühlung beim Joggen im Winter zeigen sich oft erst spät und werden daher häufig unterschätzt. Ein frühes Warnzeichen ist anhaltende Müdigkeit, die über die normale Trainingserschöpfung hinausgeht. Auch eine ungewöhnlich lange Erholungszeit nach dem Lauf kann auf Überlastung hinweisen. Muskel- oder Sehnenschmerzen, die sich während des Laufens eher verstärken statt weniger zu werden, sollten ernst genommen werden. Bei Unterkühlung treten außerdem Zittern, Frieren und Steifheit auf, die sich trotz fortgesetzter Bewegung nicht bessern. Weitere Symptome sind Taubheitsgefühle an Fingern, Zehen, Ohren oder im Gesicht (v. a. Wangen und Nase). Die Haut kann blass oder fleckig werden. Auch eine verminderte Koordination oder Unsicherheit beim Laufen kann ein Hinweis sein. Bei stärkerer Unterkühlung kommen Schwindel, Konzentrationsprobleme oder ein Gefühl von Benommenheit hinzu. Dass man überlastet ist, zeigt sich zudem oft durch Reizbarkeit, Leistungsabfall oder wiederkehrende kleinere Erkältungsinfekte. Es ist wichtig, solche Signale nicht zu ignorieren. Treten mehrere solcher Symptome gleichzeitig auf oder nehmen sie zu, sollte das Training abgebrochen werden. Anschließend sollte man sich rasch aufwärmen und trockene Kleidung anziehen, um die eigene Gesundheit zu schützen.
Das Joggen bei kalten Temperaturen fühlt sich definitiv anders an als im Sommer oder Herbst. Zu Beginn sind Muskeln und Gelenke häufig steifer, und der Körper braucht länger, um in den gewohnten Rhythmus zu kommen. Zum Atmen muss man sich mehr anstrengen, da kalte Luft die Atemwege reizt. Nach einigen Minuten stellt sich bei passender Kleidung aber meist ein angenehmes Wärmegefühl ein. Viele Läufer empfinden das Training auch als beruhigend und klärend für den Kopf. Gleichzeitig wird die gesamte Belastung für den Körper oft unterschätzt, da man weniger schwitzt, obwohl der Körper intensiv arbeitet.
Eine gute Vorbereitung ist beim winterlichen Joggen besonders wichtig. Das Aufwärmen sollte länger und sorgfältiger erfolgen als in warmen Jahreszeiten. Hierfür eignen sich dynamische Mobilisationen für Füße, Knie und Hüften. Sie bringen den Körper auf Betriebstemperatur. Auch das Anlaufen sollte langsam erfolgen, bevor Tempo oder Intensität gesteigert werden. Es ist sinnvoll, in warmer Kleidung zu starten und äußere Schichten kurz vor dem Lauf abzulegen. Ausreichend zu trinken und nach dem Training gesund zu essen, unterstützt den Körper zusätzlich.
Sicheres Joggen im Winter beginnt mit einer realistischen Einschätzung der äußeren Bedingungen. Man sollte vor jedem Lauf Wetter, Temperatur, Wind und Untergrund kritisch prüfen. Bei besonders winterlichen Bedingungen (Glätte, Schneefall, Eisregen) ist es sinnvoll, geplante Strecke und Tempo anzupassen oder alternativ auf das Fitnessstudio auszuweichen. Im Winter sollte nicht das Erreichen von Bestzeiten im Vordergrund stehen, sondern gesunde Bewegung. Eine gute Vorbereitung spielt daher eine zentrale Rolle. Dazu gehören ein längeres Aufwärmen, angepasste Kleidung und gegebenenfalls eine Reduktion der Trainingsintensität. Der Körper benötigt bei Kälte mehr Zeit, um leistungsfähig zu werden. Läufe sollten deshalb ruhiger begonnen und gleichmäßig gestaltet werden. Besonders wichtig ist auch die Regeneration nach dem Training: Nasse Kleidung sofort wechseln, warm halten und dem Körper ausreichend Erholung geben. Die Wahl der Strecke beeinflusst die Sicherheit ebenfalls. Wenn möglich, sollte man geräumte Wege, Parks mit stabilem Untergrund oder beleuchtete Stadien allem anderen vorziehen. Die Dunkelheit erfordert außerdem reflektierende Kleidung oder Stirnlampen. Auch die Lauftechnik sollte angepasst werden, mit kürzeren Schritten, flachem Aufsetzen und einer höheren Schrittfrequenz. Nicht zuletzt gilt es, auf Körpersignale beziehungsweise Red Flags zu achten. Wird all dies umgesetzt, kann man auch im Winter gesund und effektiv joggen.
Im Winter sollte das Aufwärmen auf jeden Fall länger dauern. Mit bestimmten Übungen kann man Muskeln, Sehnen und Gelenke auf die Belastung vorbereiten, sodass sie nicht auskühlen: Geeignet sind zum Beispiel Fußkreisen im Stand, um die Sprunggelenke zu mobilisieren. Knieheben im Wechsel aktiviert die Hüftbeuger und den Rumpf sowie Ausfallschritte mit leichtem Oberkörperdrehen. Seitliche Schritte sind gut, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Auch „Anfersen“ sollte man machen (die Unterschenkel werden so weit nach hinten-oben geschwungen, bis die Ferse den Po berührt). Erst wenn sich der Körper spürbar warm anfühlt, sollte mit dem eigentlichen Lauf begonnen werden. Das Dehnen im Stand gehört eher ans Ende des Joggens.
Beim Joggen im Winter hat sich das sogenannte „Zwiebelprinzip“ bewährt; mehrere dünne Schichten übereinander halten ausreichend warm und ermöglichen das Atmen der Haut. So transportiert beispielsweise Funktionsunterwäsche Feuchtigkeit ab, die Mittelschicht speichert Wärme und wirkt wie eine Isolation, und die äußere Schicht sollte ausreichend vor Wind und Nässe schützen. Besonders kälteempfindlich sind Hände, Füße und Ohren, die mit Handschuhen, Stirnband/Mütze und Laufsocken geschützt werden sollten. Die Laufschuhe sollten rutschfest sein (griffige Sohle, Trailschuhe oder Spikes), da dies die Sicherheit bei Schnee und Matsch erhöht.
Auf glattem Untergrund sollte der Laufstil bewusst angepasst werden. So sorgen kürzere Schritte und eine leicht erhöhte Schrittfrequenz für mehr Stabilität. Man sollte den Fuß flacher aufsetzen, am besten unter dem Körperschwerpunkt. Vermeiden sollte man das kraftvolle Abdrücken und abruptes Bremsen (Sturzgefahr!). Die Arme werden etwas weiter weg vom Körper geführt, um sich notfalls abzufangen.
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