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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
Amelie Grainger
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Dr. Jannik Ashauer
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Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Bandagen für einen Golferellenbogen

Golf ist eine vielseitige und gesunde Sportart, bringt jedoch eine hohe Belastung für die Sehnen am Ellenbogen mit sich. Um trotz Beschwerden weiterhin aktiv bleiben zu können, können Ellenbogenbandagen dabei helfen, die Symptome zu lindern und den Heilungsprozess zu unterstützen.
Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass eine Bandage immer nur ein Bestandteil der Therapie ist und keine ursächliche Behandlung ersetzt.
Bei Lumedis ergänzen wir den Einsatz von Bandagen durch individuell abgestimmte Trainings- und Therapiepläne. Ziel ist es, Fehlbelastungen zu erkennen und gezielt zu korrigieren. Nur so lassen sich Beschwerden nachhaltig verbessern und mögliche Komplikationen oder Folgeschäden vermeiden. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Wunschtermin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Er ist regelmäßiger Interviewpartner im Hessischen Rundfunk und dem ZDF.

Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie hat sich auf die nichtoperative Behandlung von Sehnenansatzentzündungen mit Schwerpunkt des Golferellenbogens spezialisiert.
Durch die erfolgreiche Kombination verschiedener Therapiemaßnahmen hat er bei Lumedis einzige Behandlungsoptionen und bereits tausende Golferellenbogen erfolgreich therapiert.

Falls eine OP nötig wird, haben wir unseren operativen Ellenbogenspezialisten Axel Lust.

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Was ist eine Bandage für einen Golferellenbogen?

Eine Bandage für den Golferellenbogen ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das den Bereich der Beugesehnen am inneren Ellenbogen gezielt entlastet. Beim sogenannten Golferellenbogen (medizinisch: mediale Epicondylitis) ist der Sehnenansatz der Unterarmbeugemuskulatur durch wiederholte Belastung gereizt oder degenerativ verändert. Die Bandage setzt genau hier an, indem sie gezielt Druck auf die Muskulatur ausübt, noch bevor die Sehne am Knochen ansetzt. Dadurch wird die Zugbelastung am schmerzhaften Ursprung reduziert, was zu einer spürbaren Linderung der Beschwerden führen kann. Gleichzeitig vermittelt sie vielen Betroffenen ein verbessertes Gefühl von Stabilität und Sicherheit im Arm.
Wichtig ist jedoch, dass eine Bandage keine ursächliche Therapie ersetzt, sondern den Heilungsprozess vor allem im Alltag oder bei leichter sportlicher Belastung unterstützend begleitet.

Abbildung eines Ellenbogens mit Golferellenbogen:

  1. speichenseitige Handbeuger (Musculus flexor carpi radialis)
  2. Langer Hohlhandsehnenspanner (Musculus palmaris longus)
  3. Ellenseitiger Beuger (Musculus flexor carpi ulnaris)
  4. Golferellenbogen

Wann sollten Bandagen zur Therapieunterstützung bei einem Golferellenbogen eingesetzt werden und wann nicht?

Bandagen können sinnvoll sein, wenn Schmerzen bei alltäglichen Belastungen oder bei sportlicher Aktivität auftreten, die Sehne strukturell jedoch noch belastbar ist. Gerade in Phasen subakuter Reizung, also wenn die akute Entzündung gerade abgeklungen ist, aber weiterhin eine Überempfindlichkeit besteht, kann eine Bandage die Zugkräfte auf den Sehnenansatz reduzieren. Das betrifft beispielsweise Tätigkeiten wie längeres Arbeiten am Computer, Heimwerken oder Sportarten mit wiederholter Beugung des Handgelenks.
Denn die Bandage dient nicht als Heilmittel, sondern als temporäre Entlastungshilfe. Sie kann dazu beitragen, dass Übungen zur Kräftigung und Anpassung der Sehne überhaupt erst schmerzfrei durchgeführt werden können.

Nicht sinnvoll ist der Einsatz bei akuten, stark entzündlichen Zuständen mit deutlicher Schwellung oder Ruheschmerz. In solchen Phasen stehen andere Maßnahmen im Vordergrund:

  • Schonung
  • lokale Kühlung
  • gegebenenfalls entzündungshemmende Medikamente.

Ebenso problematisch ist ein dauerhaftes Tragen ohne vorangegangene Diagnostik sowie ohne begleitende Therapie. Wird die Bandage über Wochen hinweg permanent genutzt, besteht die Gefahr, dass Muskulatur und Sehnen nicht ausreichend belastet werden und es zu Abbauprozessen kommt. Auch bei unklaren oder stärksten, plötzlichen Schmerzen sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen. Hinter Beschwerden am inneren Ellenbogen können nämlich auch andere Ursachen wie Nervenreizungen oder Gelenkprobleme stecken.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Eine Bandage ist unterstützend sinnvoll, wenn sie gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt wird- nicht jedoch als alleinige Dauerlösung.

Welche Bandagen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen klassischen Ellenbogenbandagen und sogenannten Epicondylitisspangen.
Während eine Ellenbogenbandage den gesamten Gelenkbereich umschließt und durch Kompression stabilisiert, wirkt eine Spange eher punktuell auf die Unterarmmuskulatur. Beide Varianten haben das Ziel, die Zugkräfte am Sehnenansatz zu reduzieren, setzen jedoch an unterschiedlichen Stellen an.
Darüber hinaus existieren Modelle mit integrierten Polstern, die individuell positioniert werden können. Weitere Unterschiede bestehen in Material, Elastizität und Verschlusssystem, die je nach Hersteller variieren. Eine fachkundige Beratung im Sanitätshaus kann bei der Auswahl sinnvoll sein.
Entscheidend ist aber weniger das Design, sondern der korrekte Sitz, die richtige Anwendung und ob die Bandage im Alltag tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung führt.

Ellenbogenbandage

Eine Ellenbogenbandage besteht in der Regel aus elastischem, atmungsaktivem Material und wird wie ein Strumpf über das Gelenk gezogen. Sie sorgt für eine gleichmäßige Kompression rund um den Ellenbogen, wodurch die Durchblutung gefördert und die Muskelspannung reguliert werden kann. Viele Patienten empfinden zudem das Gefühl von Führung und Stabilität im Gelenk als angenehm und entlastend im Alltag.
Im Vergleich zu einer Epicondylitisspange wirkt die klassische Bandage jedoch weniger punktuell. Sie eignet sich daher vor allem bei eher diffusen Beschwerden oder Reizungen, die den gesamten Ellenbogen betreffen. Beim Anlegen sollte darauf geachtet werden, dass die Bandage gut sitzt, ohne einzuschneiden oder Taubheitsgefühle zu verursachen.

Epicondylitisspange

Eine Epicondylitisspange ist eine schmale, verstellbare Bandage, die gezielt Druck auf die Unterarmmuskulatur ausübt. Sie wird einige Zentimeter unterhalb des schmerzhaften Sehnenansatzes am inneren Ellenbogen angelegt. Durch diesen gezielten Druck wird die Zugbelastung der Beugemuskulatur auf den entzündeten Sehnenursprung reduziert. Vereinfacht gesagt wird die Kraft „umgeleitet", bevor sie den gereizten Knochenansatz erreicht.
Im Gegensatz zur großflächig wirkenden Ellenbogenbandage entfaltet die Epicondylitisspange ihre Wirkung punktuell. Sie eignet sich daher besonders bei klar lokalisierbaren Schmerzen am inneren Ellenbogen. Voraussetzung für eine gute Wirkung ist jedoch die korrekte Positionierung – nur dann kann die gewünschte Entlastung erreicht werden.

Abbildung eines Röntgenbildes eines Ellenbogengelenks

  1. Verkalkung an der Sehne des Golferellenbogens
  2. Oberarmknochen (Humerus)
  3. Radiusköpfchen (Speichenköpfchen)
  4. Elle (Ulna)

Wie lege ich die Bandagen für einen Golferellenbogen richtig an?

Die richtige Anwendung hängt davon ab, ob eine klassische Ellenbogenbandage oder eine Epicondylitisspange verwendet wird, da sich das Anlegen leicht unterscheidet.

  • Zunächst sollte der Schmerzpunkt lokalisiert werden. Tasten Sie den inneren Ellenbogen ab und identifizieren Sie die schmerzhafte Stelle am Knochenvorsprung. Dieser dient als Orientierung, sollte jedoch nicht direkt von der Spange bedeckt sein.
  • Anschließend wird die Position festgelegt: Eine Epicondylitisspange wird etwa drei bis fünf Zentimeter unterhalb des Schmerzpunktes am Unterarm angelegt. Wichtig ist, dass sie auf dem Muskelgewebe sitzt und nicht direkt auf dem Knochen oder dem Gelenk. Eine Ellenbogenbandage hingegen wird gleichmäßig über das Gelenk gezogen und sollte faltenfrei anliegen.
  • Im nächsten Schritt wird die Spannung eingestellt. Die Spange sollte so fest sitzen, dass ein deutlicher, aber nicht schmerzhafter Druck entsteht. Es dürfen keine Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheit oder Kälte in den Fingern auftreten. Eine zu lockere Anlage ist wirkungslos, während eine zu feste Einstellung die Durchblutung oder Nerven beeinträchtigen kann.
  • Danach sollte die Funktion überprüft werden: Bewegen Sie den Ellenbogen aktiv, beispielsweise durch Beugung gegen leichten Widerstand. Fühlt sich der Druck wie eine angenehme Unterstützung an und lassen die Beschwerden etwas nach, sitzt die Bandage korrekt.
  • Abschließend empfiehlt es sich, die Bandage im Alltag zu testen. Achten Sie im Tagesverlauf darauf, ob Druckstellen oder Hautreizungen entstehen. Bei Unsicherheiten oder Beschwerden ist es sinnvoll, die Anpassung unter fachlicher Anleitung vornehmen zu lassen.

Sollte man eine Bandage für einen Golferellenbogen auch nachts tragen?

Nein, eine Golferellenbogen-Bandage sollte nachts in der Regel nicht getragen werden.
Der Grund: Während des Schlafs findet keine relevante Belastung der Unterarmmuskulatur statt. Eine dauerhafte Kompression durch das Bandagematerial könnte vielmehr die Durchblutung beeinträchtigen oder Druckstellen auf der Haut verursachen. Zudem benötigen Sehnen und Muskulatur in Ruhephasen freie Beweglichkeit für eine ungehinderte Regeneration. Eine nächtliche Stabilisierung ist beim Golferellenbogen also nicht erforderlich, da es sich nicht um ein instabiles Gelenkproblem handelt. Die Bandage ist nämlich primär für belastende Situationen im Alltag gedacht – nicht für passive Ruhephasen.

Wie lange sollte man eine Bandagen für einen Golferellenbogen am Tag tragen?

Eine Bandage sollte gezielt in körperlich belastenden Situationen getragen werden, beispielsweise beim Sport oder bei sich wiederholenden Bewegungen im Alltag. Ihr Zweck besteht in einer temporären Entlastung – nicht in einer dauerhaften Fixierung. In den meisten Fällen reicht es aus, die Bandage für einige Stunden pro Tag zu tragen, abhängig von den individuellen Beschwerden. Zwischen den Tragezeiten ist es wichtig, dass die Muskulatur aktiv und ohne Unterstützung arbeitet, um Stoffwechsel- und Anpassungsprozesse zu fördern.
Ein dauerhaftes Tragen kann hingegen dazu führen, dass die Eigenaktivität der Muskulatur nachlässt. Daher gilt: so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Wir zeigen Ihnen die "besten Übungen" für Ihren Golferellenbogen!

Welche Übungen die besten sind, kann man leider nicht pauschal sagen, sondern muss diese individuell zusammenstellen.
Die Spezialisten bei Lumedis haben über Jahre auf die Sehnenentzündung am Ellenbogen und im besonderen des Golferellenbogen spezialisiert.
Durch die richtigen Übungen wird die Belastbarkeit insbesondere im Kraftsport verbessert.

Die Übungen müssen immer

  • auf den individuellen Golferellenbogen abgestimmt sein
  • deb Grad der Entzündung berücksichtigen
  • die Qualität der Golfersehne beachten
  • mögliche weitere Verletzungen im Auge haben
  • die Ziele des Betroffenen einschließen.

Gerne helfen wir bei Lumedis Ihnen die besten Übungen für Sie zu finden und stellen Ihnen einen passenden Trainingsplan zusammen.

Wer kann uns ein Bild schicken, welches wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

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Damit helfen Sie anderen Ihre Erkrankung besser zu verstehen und einzuschätzen.

Bild bitte an info@lumedis.de.

Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

Unsere konservativen Ellenbogenspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Ellenbogensprechstunde!