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Schmerzen im Handrücken

Schmerzen im Handrücken sind im Rahmen einer Sehnenscheidenentzündung sehr häufig und treten meist im Rahmen einer Überlastung der Hand auf.
Es ist wichtig frühzeitig die richtige Ursache zu erkennen und die entsprechende Therapie einzuleiten.
Wenn Sie eine ausführliche Beratung durch unsere Handspezialisten wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Ausserdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur und fügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.
Er hat weiterhin langjährige Erfahrung im Bereich der funktionellen Diagnostik, speziell im Bereich der EMG-Diagnostik.
Ein weiteres Spezialgebiet ist die Betreuung von Golfern in eigenere Sprechstunde. Hier ist Dr. Hochholz Partner der PGA.
 

Definition - Was sind Schmerzen im Handrücken?

Am Handrücken verlaufen zahlreich Sehnen und Muskeln, Gefäße und Nerven. Dementsprechend gibt es für hier auftretende Schmerzen zahlreiche verschiedene Ursachen. Häufig liegen den schmerzhaften Beschwerden im Handrücken Reizungen der Muskeln und Sehnen im Rahmen einer Sehnenscheidenentzündung aufgrund einer Überlastung zugrunde. Des Weiteren können sich aber auch eine Arthrose der Handwurzelknochen oder ein Ganglion am Handgelenk durch Schmerzen im Handrücken äußern. Je nach zugrundeliegender Ursache kommt es begleitend häufig zu Schwellungen und einer Einschränkung der Bewegung. Die Diagnostik zur Findung der Ursache legt bei Schmerzen im Handrücken den Grundstein für die Einleitung einer adäquaten Behandlung.

Ursachen

Zu den Ursachen und auslösenden Faktoren für Schmerzen im Handrücken gehören vor allem:

Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk

Die Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk stellt eine der häufigsten Ursachen für das Auftreten von Schmerzen im Handrücken dar. Sie wird auch als Tendovaginitis bezeichnet und tritt gehäuft in diesem Bereich aufgrund der dort zahlreich verlaufenden Muskelsehnen auf. Diese sind für das Strecken der Finger verantwortlich und werden entsprechend bei vielen Tätigkeiten häufig beansprucht.
Daher tritt die Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk beispielsweise auch besonders häufig bei Arbeiten am Computer auf.
Hierbei kommt es typischerweise zu Schmerzen beim Strecken der Hand. Seltener ist die Tendovaginitis infektiös bedingt, was eher mit stechenden Schmerzen einhergeht, die auch in Ruhe auftreten. Typisch ist bei der akuten Sehnenscheidenentzündung auch die Schwellung, Rötung und Überwärmung.

Ganglion am Handgelenk

Ein Ganglion am Handgelenk geht zu Beginn typischerweise nicht mit Schmerzen im Handrücken einher, da es sich hierbei lediglich um eine lokale Ansammlung von Gelenkflüssigkeit handelt. Schmerzhaft wird das Ganze erst ab einer gewissen Größe oder, wenn aufgrund der Lokalisation Druck auf eine umliegende Struktur ausgeübt wird. Hierzu gehören beispielsweise Nerven im Bereich des Handgelenks oder Sehnen. Das Ganglion führt dann meist zu Schmerzen bei bestimmten Bewegungen oder, bei Kompression eines Nervs, zusätzlich zum Auftreten von Missempfindungen an der Hand. Treten Schmerzen im Handrücken aufgrund eines Ganglions auf sollte eine operative Therapie durch die Beeinträchtigung diskutiert werden.

Begleitende Symptome

Begleitend zu den Schmerzen im Handrücken können, je nach zugrundeliegender Ursache, folgende begleitende Symptome auftreten:

  • Schwellung
  • Rötung
  • Überwärmung
  • Bewegungseinschränkung
  • Kribbeln in den Fingern
  • Taubheitsgefühl in den Fingern
  • Bluterguss

Schwellung

Eine Schwellung ist ein häufiges begleitendes Symptom bei Schmerzen im Handrücken und deutet zumeist auf eine akute Reizung hin. Dabei kommt es im Rahmen einer Entzündungsreaktion, beispielsweise bei einer Entzündung der Sehnenscheiden, zu einer Ansammlung von Flüssigkeit. Des Weiteren kann eine Schwellung in Form von einem Ganglion auftreten. Dabei kommt es zu einer Ansammlung von Gelenksflüssigkeit in einer Bindegewebstasche am Handgelenk, die als runde und klar abgrenzbare Schwellung tastbar ist. Im Rahmen eines Sturzes mit Prellung oder Verstauchung kommt es häufig ebenfalls zu einer Schwellung aufgrund eines Blutergusses mit Zerreißen kleiner Blutgefäße.

Bewegungseinschränkung

Auch eine Bewegungseinschränkung ist ein Symptom, das häufig begleitend bei Schmerzen im Handrücken auftritt. Hier können zahlreiche verschiedene Ursachen auslösend sein. Im Rahmen einer Sehnenscheidenentzündung kommt es durch die gereizten Sehnen zu einer verminderten Belastbarkeit der Streckmuskulatur und entsprechend zu einer Einschränkung beim Strecken der Finger. Aber auch bei einer Arthrose der Handwurzelknochen, die Schmerzen im Handrücken auslösen kann, kommt es aufgrund der verschleißbedingten Knorpelabnutzung zu einer Bewegungseinschränkung. Des Weiteren kann ein Ganglion am Handgelenk ebenfalls durch die Schwellung eine vollständige Streckung des Handgelenks erschweren.

Diagnose

In der Diagnostik steht bei Schmerzen im Handrücken die Findung der Ursache im Vordergrund. Das Gespräch zwischen Patient und Orthopäden dient dabei zunächst der Erfassung der genauen Beschwerden und einer möglichen Ursache. In der Untersuchung der beiden Hände im Seitenvergleich können begleitende Symptome, wie eine Schwellung oder Bewegungseinschränkung, genauer beurteilt werden. Je nach Verdachtsdiagnose kommen anschließend verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz. Hierbei dienen die Untersuchung mittels Ultraschall und MRT vor allem zur Darstellung der Weichteile, während das Röntgenbild die knöchernen Strukturen der Hand in den Vordergrund stellt.

Ultraschall

Die Untersuchung der Hand mittels Ultraschall bei Schmerzen im Handrücken dient vor allem zur Abklärung möglicher Weichteilschäden. Zu den Strukturen, die hier im Ultraschall gut dargestellt werden können, gehören vor allem die Sehnen und Muskeln entlang des Handrückens sowie die dort verlaufenden Bänder. Auch Nerven können in ihrem Verlauf teilweise beurteilt werden. Bei einer Schwellung kann das Ausmaß sowie die Kompression umgebender Strukturen mittels Ultraschall dargestellt werden. Daher kann die Ultraschall-Untersuchung auch bei Schmerzen im Handrücken aufgrund eines Ganglions am Handgelenk zur Anwendung kommen, um hier begleitende Schäden durch Druck des Ganglions abzuklären.

Röntgenbild

Ein Röntgenbild wird bei Schmerzen im Handrücken vor allem dann angefertigt, wenn anhand der Untersuchung der Verdacht auf eine knöcherne Schädigung naheliegt. Hierzu gehört entsprechend die Abklärung eines möglichen Knochenbruchs im Rahmen eines Unfalls oder einer anderweitigen Verletzung. Die Röntgenaufnahme dient dabei zur Darstellung aller Knochen der Hand, je nach Fragestellung können auch bestimmte Aufnahmetechniken zur besonderen Darstellung einzelner Knochen angewendet werden. Des Weiteren kann die Anfertigung eines Röntgenbildes bei der Frage nach einer bestehenden Arthrose der Hand oder zur Verlaufsbeurteilung sinnvoll sein.

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT wird nur bei ausgewählten Fragestellungen bei Schmerzen im Handrücken gebraucht, da es sich hierbei um ein kostspieliges und aufwendiges Verfahren handelt. Des dient vor allem zur Darstellung der Weichteilstrukturen der Hand, weshalb in vielen Fällen auch eine Bildgebung mittels Ultraschall zur Abklärung einer Schädigung dort ausreicht. Können hier jedoch keine eindeutigen Schlussfolgerungen oder Beurteilungen gewonnen werden kann ein MRT Klarheit schaffen. Es kommt entsprechend beispielsweise zum Einsatz, wenn bei einem Ganglion am Handgelenk, das mit Schmerzen einhergeht, abgeklärt werden muss, ob und welche umliegenden Strukturen komprimiert werden.

Behandlung / Therapie

Die Behandlung von Schmerzen im Handrücken umfasst viele verschiedene therapeutische Maßnahmen und richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache.
Akute Schmerzen können am Handrücken häufig gut durch das Auftragen einer Schmerzsalbe, beispielsweise Voltaren, gelindert werden. Nach einem Sturz mit Prellung ist eine vorübergehende Kühlung und Kompression des Handrückens zur Linderung der Schwellung sinnvoll.
Bei einer Sehnenscheidenentzündung kann das Tragen einer Bandage oder Handgelenksschiene zur Entlastung der gereizten Sehne beitragen. Im Rahmen von längerfristigen Schmerzen und zum muskulären Wiederaufbau wird häufig auch das Kinesiotaping eingesetzt.

Bandage/Handgelenksschiene

Das Tragen einer Bandage oder Handgelenksschiene kommt bei Schmerzen im Handrücken vor allem zur vorübergehenden Entlastung zum Einsatz. Daher ist ein häufiger Anwendungsgrund das Vorliegen einer Sehnenscheidenentzündung, für deren Heilung die vollständige Entlastung der betroffenen Struktur zum Abklingen des Reizzustandes wichtig ist. Des Weiteren kann eine Bandage nach einer Prellung oder Verstauchung bei einem Sturz oder Unfall sinnvoll sein, um auch hier die Abheilung der akuten Entzündungsreaktion zu unterstützen. Es gibt verschiedene Arten der Schienung, die je nach genauer Ursache und Lokalisation der gereizten Struktur zur Anwendung kommen.

Tapen

Das Tapen findet bei Schmerzen im Handrücken häufig Anwendung, insbesondere bei länger bestehenden schmerzhaften Beschwerden. Häufig kommt es aufgrund einer Verletzung oder Reizung zu einer zunehmenden Instabilität der Strukturen und entsprechend zu einer erhöhten Gefahr für das Auftreten einer erneuten Verletzung oder einer Zunahme der Entzündungsreaktion. Hier kann das Kinesiotaping bei gezieltem Einsatz entgegenwirken. Es führt zu einer Stabilisierung der Knochen und Gelenke am Handrücken und fördert, durch das Anbringen unter leichtem Zug, die Durchblutung der Muskulatur. Das wiederum wirkt zusätzlich stärkend auf die dort verlaufenden Strukturen.

Dauer / Heilungsdauer

Die Dauer von Schmerzen im Handrücken ist stark von der zugrundeliegenden Ursache abhängig. Je nachdem kann von einer kurzen Dauer über einige Tage, einer etwas längeren Dauer von mehreren Wochen oder Monaten, auch im Falle eines erneuten Auftretens der Schädigung, oder von einer langen Dauer gesprochen werden. Von kurzer Dauer sind beispielsweise Prellungen des Handrückens im Rahmen eines Unfalls mit einer vorübergehenden schmerzhaften Schwellung, die meist nach einigen Tagen abklingt.
Sehnenscheidenentzündungen können, insbesondere bei wiederkehrenden Fehl- oder Überbelastungen, länger andauern, weshalb hier eine konsequente und früh eingeleitete Behandlung sehr wichtig ist. Bei einer Arthrose handelt es sich hingegen um einen nicht-reversiblen chronischen Prozess.

Trainingsübungen

Die Durchführung von Kräftigungs- und Dehnungsübungen ist bei Schmerzen im Handrücken zur Stärkung der dort verlaufenden Muskeln sehr wichtig. Je nach zugrundeliegender Ursache unterscheidet sich die Art der Übungen sowie der Zeitpunkt. Nach einer Sehnenscheidenentzündung ist es beispielsweise erst sinnvoll nach Abklingen der Entzündung und entsprechender Ruhigstellung mit den Trainingsübungen zu beginnen. Hier eignet sich zur Kräftigung der Fingerstrecker beispielsweise eine einfache Übung, bei der die eine Hand auf die ausgestreckten Finger der anderen Hand drückt. Die Streckung der Finger wird dabei gegen den Widerstand gehalten.

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