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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
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Dr. Nicolas Gumpert


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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Hausmittel bei einer Rippenprellung

Frankfurter Rippenspezialisten

Bei schmerzhaften Rippenprellungen muss nicht immer sofort zu Medikamenten gegriffen werden. Häufig können bereits bewährte Hausmittel und die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.
Durch gezielte Unterstützung, fundierte medizinische Expertise und ein hohes Maß an Gesundheitskompetenz begleitet Sie das Team von Lumedis während der gesamten Heilungsphase. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Wunschtermin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht und zuletzt durch Dr. Bela Braag überarbeitet.

Dr. Bela Braag und Dr. Nicolas Gumpert haben sich auf die nicht-operative Behandlung von Rippenschmerzen spezialisiert.
Ihre Ansätze sind gezielte Analysen und abgestimmte Trainingsmaßnahmen und Übungen die Beschwerden im Bereich der Rippen so zu behandeln, dass sie Sie nicht mehr "ärgern".
Gerne beraten Sie unsere Wirbelsäulenspezialisten.

Welche Hausmittel können bei einer Rippenprellung helfen?

Bei einer Rippenprellung können neben Schmerzmedikamenten auch klassische Hausmittel zur Linderung der Beschwerden beitragen. Welche Maßnahmen am besten wirken, ist individuell unterschiedlich. Daher empfiehlt es sich, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren und die für sich wirksamste Kombination zu finden. Häufig ist eine Kombination mehrerer Anwendungen besonders effektiv, um die Symptome zu lindern und den Alltag wieder möglichst schmerzfrei zu gestalten. Die Behandlung mit Hausmitteln bei einer Rippenprellung lässt sich grundsätzlich in drei zentrale Säulen unterteilen.

  • Physikalische Maßnahmen: Bei einer Rippenprellung können sowohl Wärme- als auch Kälteanwendungen effektiv zur Schmerzlinderung beitragen. Wärme hilft dabei, verspannte Muskulatur zu lockern und dadurch die Beschwerden zu reduzieren. Besonders geeignet sind Rotlichtanwendungen oder eine Wärmflasche. Kälte wirkt hingegen schmerzlindernd und entzündungshemmend. Eispackungen können mehrmals täglich für etwa fünf Minuten auf die schmerzende Stelle aufgelegt werden. Wichtig ist, das Eis nicht direkt auf die Haut zu legen, um Erfrierungen zu vermeiden.
  • Pflanzliche Präparate: Pflanzliche Mittel werden häufig unterstützend eingesetzt, meist in Form von Salben oder Umschlägen. Bewährt haben sich beispielsweise Retterspitz-Umschläge, die zur Linderung der Beschwerden beitragen können.
  • Übungen: Auch gezielte Übungen können die Heilung positiv beeinflussen. Besonders muskeldehnende, lockernde und später auch leicht kräftigende Übungen für den Oberkörper können helfen, Verspannungen zu lösen und die Beschwerden zu verbessern. Wichtig ist, die Übungen schmerzangepasst und unter fachlicher Anleitung durchzuführen.

Kühlen/Eis

Kälte ist eine sehr wirksame Maßnahme bei Prellungen, wie zum Beispiel bei einer Rippenprellung. Durch die Kühlung verengen sich die oberflächlichen Blutgefäße im Brustbereich, sodass weniger Flüssigkeit in das geschädigte Gewebe austritt. Gleichzeitig werden entzündliche Prozesse im Gewebe gehemmt, wodurch eine übermäßige Schwellung effektiv verhindert werden kann. Darüber hinaus wirkt Kälte auf Nervenendungen und reduziert die Weiterleitung der Schmerzreize. Dadurch wird die Schmerzwahrnehmung verringert und die Beschwerden lassen nach.
Zur Kühlung eignen sich sowohl Kühlpacks als auch Eisauflagen. Diese sollten stets in ein Tuch eingewickelt auf die Haut gelegt werden, um Erfrierungen zu vermeiden. Für eine optimale Wirkung empfiehlt es sich, die betroffenen Rippen zwei- bis dreimal täglich für jeweils etwa zehn Minuten zu kühlen. So lässt sich häufig bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung der Symptome feststellen.

Quarkwickel

Ein Quarkwickel hat ähnliche kühlende Effekte wie ein Kühlpack oder eine Eisauflage. Für die Anwendung benötigen Sie handelsüblichen Speisequark. Diesen verteilen Sie gleichmäßig auf einem Handtuch und legen es dann vorsichtig auf die schmerzenden Rippen. Alternativ können Sie den Quark auch direkt auf die Haut auftragen. Optimalerweise bleibt der Wickel etwa 10 bis 20 Minuten auf der betroffenen Stelle. Die Anwendung können Sie ebenfalls ein- bis dreimal täglich wiederholen.

Arnika-Salbe

Arnika zählt zu den homöopathisches Medikament. Es ist sowohl als Globuli als auch als Salbe erhältlich. Der Hersteller empfiehlt die Salbe zwei- bis dreimal täglich auf den schmerzenden Bereich aufzutragen. Globuli können ebenfalls dreimal am Tag eingenommen werden. Wie bei allen homöopathischen Arzneimitteln gibt es auch für Arnika keine belegenden Studien zur Wirksamkeit. Dennoch wird Arnika allgemein als schmerzlindernd und entzündungshemmend beschrieben. Viele Patienten und Patientinnen berichten zudem über eine schnellere Regeneration der Haut sowie über verminderte Schwellungen und Rötungen.

Schonatmung

Bei einer Rippenprellung verstärken sich die Schmerzen häufig beim tiefen Einatmen. Viele Betroffene entwickeln dadurch unbewusst eine sogenannte Schonatmung. Dabei wird nur noch flach geatmet, sodass sich die Lungenflügel nicht mehr vollständig mit Luft füllen. Auf diese Weise versuchen die Patienten, die schmerzhafte Bewegung der Rippen und der Zwischenrippenmuskulatur zu vermeiden. Eine länger anhaltende Schonatmung ist jedoch nicht unproblematisch. Durch die flache Atmung kann es zu einer Minderbelüftung einzelner Lungenabschnitte kommen. Dadurch steigt das Risiko, dass sich Schleim und Krankheitserreger in der Lunge ansammeln. In der Folge können Komplikationen wie eine Bronchitis oder sogar eine Lungenentzündung entstehen.
Aus diesem Grund sollte eine Schonatmung möglichst vermieden bzw. nur kurzfristig toleriert werden. Eine gezielte Schmerztherapie mit geeigneten Schmerzmitteln ermöglicht es, wieder tief und natürlich zu atmen. Unterstützend können Atemübungen oder eine trainingstherapeutische Anleitung helfen, die normale Atemfunktion aufrechtzuerhalten und Komplikationen vorzubeugen.

Wärme (ab dem 3. Tag)

Nach einer Rippenprellung kann und sollte auch ein Behandlungsversuch mit einer Wärmebehandlung erfolgen. Wärme trägt dazu bei, verspannte und verhärtete Muskeln zu lockern und dadurch die Schmerzen zu lindern. Für die Wärmeanwendung eignen sich unter anderem eine Rotlichtbehandlung, ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche, die auf die schmerzende Rippenregion aufgelegt werden können.
Wichtig ist, mit der Wärmeanwendung nicht unmittelbar nach der Verletzung zu beginnen. In den ersten ein bis zwei Tagen sollte die betroffene Region bevorzugt gekühlt werden, da Kälte dabei hilft, Schwellungen und entzündliche Reaktionen zu reduzieren. Erst nach etwa zwei Tagen ist der Einsatz von Wärme in der Regel sinnvoll und gut verträglich.

Teufeslkralle als Tee

Die Teufelskralle ist eine Heilpflanze, der eine schmerz- und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird. Sie ist unter anderem in Form von Salben oder als Tee erhältlich.
Teufelskrallen-Tee kann ein- bis dreimal täglich über einen Zeitraum von maximal einer Woche eingenommen werden. Eine spürbare Besserung der Beschwerden kann häufig bereits nach wenigen Tagen eintreten.

Vitamin C

Vitamin C wird eine entzündungshemmende und unterstützende Wirkung im Heilungsprozess zugeschrieben. Bei einer Rippenprellung kommt es häufig zu kleinen entzündlichen Reaktionen im Bereich der Rippen, der Knochenhaut und der umgebenden Muskulatur. In der Phase, in der die Schmerzen besonders ausgeprägt sind, kann eine tägliche Zufuhr von Vitamin C sinnvoll sein. Dabei ist jedoch darauf zu achten, die empfohlene Tagesdosis nicht zu überschreiten, da eine übermäßige Einnahme keine zusätzliche Wirkung zeigt und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen kann.

Magnesium

Magnesium spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und in der Funktion der Muskulatur. Ein Magnesiummangel kann sich unter anderem durch nächtliche Wadenkrämpfe bemerkbar machen.
Bei einer Rippenprellung kommt es häufig zu einer Verhärtung und Verkürzung der zwischen den Rippen liegenden Muskeln. Eine ausreichende tägliche Zufuhr von Magnesium kann dazu beitragen, muskuläre Verspannungen zu lösen und die damit verbundenen Beschwerden zu lindern. Nach einer deutlichen Besserung der Symptome kann die zusätzliche Magnesiumzufuhr in der Regel wieder beendet werden.

Vorsichtige Dehnung

Da die zwischen den Rippen verlaufenden Muskeln bei einer Rippenprellung häufig verkürzt und verhärtet sind, ist ein vorsichtiges Dehnen sinnvoll und wichtig. Gezielte Dehnübungen können dazu beitragen, Verspannungen zu lösen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren.
Da Dehnungen in dieser Phase oft nicht vollständig schmerzfrei sind, sollten alle Übungen langsam, kontrolliert und ohne ruckartige Bewegungen durchgeführt werden. Treten starke Schmerzen auf, sollte die Übung abgebrochen werden.

  • 1.Übung: Stellen Sie sich aufrecht hin und heben Sie beide Arme langsam Richtung Decke. Strecken Sie den Oberkörper sanft in die Länge. Jetzt sollten Sie ein Ziehen im Bereich der Rippen und des Brustkorbs spüren. Halten Sie diese Position für 5-10 Sekunden und lockern Sie anschließend wieder den Oberkörper. Alternativ können Sie diese Übung auch nur auf einer Seite durchführen.
  • 2.Übung: Halten Sie die Arme zunächst parallel vor dem Brustkorb. Führen Sie die Arme langsam seitlich nach außen und bewegen Sie sie anschließend vorsichtig nach hinten. Öffnen Sie dabei bewusst den Brustkorb. Halten Sie auch diese Endposition für 5–10 Sekundenund kehren Sie danach langsam in die Ausgangsposition zurück. Diese Übung können Sie auch hervorragend an einem Türrahmen durchführen. Stellen Sie sich hierfür aufrecht und knapp vor den Türrahmen und platzieren Sie beide Hände auf Höhe des Brustkorbs an den seitlichen Rahmenflächen. Lehnen Sie sich anschließend langsam und vorsichtig mit dem Oberkörper nach vorne, bis Sie ein leichtes bis mäßiges Ziehen im Bereich des Brustkorbs und der Rippen spüren.

 

Übungen: Dehnung der seitlichen Rumpfmuskulatur

Übung Brustdehnung

Dehnung seiteitlichen Bauchmuskulatur und Rippen

kontrollierte Tiefenatmung

Bei der sogenannten kontrollierten Tiefenatmung werden zwischen den normalen Atemzügen gezielt einzelne besonders tiefe Atemzüge durchgeführt. Bei einer Rippenprellung kann diese Form der Atmung zunächst schmerzhaft sein, da sich die Beschwerden durch das tiefe Einatmen vorübergehend verstärken können.
Wichtig ist daher, die tiefen Atemzüge langsam und kontrolliert auszuführen. Sobald die Schmerzen deutlich zunehmen, sollte das Atemmanöver unterbrochen werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, die eingeatmete Luft kurz anzuhalten und anschließend langsam wieder auszuatmen. Danach folgen einige normale Atemzüge, bevor ein bis zwei weitere tiefe Atemzüge durchgeführt werden.
Die kontrollierte Tiefenatmung führt zu einer sanften Dehnung des Brustkorbs, verbessert die Beweglichkeit der Rippen und unterstützt eine bessere Belüftung der Lunge. Dadurch kann sie den Heilungsprozess fördern und zur schnelleren Abheilung entzündlicher Reaktionen beitragen.

Was sind die Alternativen zu den Hausmitteln?

Neben bewährten Hausmitteln können bei einer Rippenprellung auch medikamentöse Therapien sinnvoll sein. Zum Einsatz kommen vor allem entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente. Häufig angewendet werden Ibuprofen oder Diclofenac. Diese können als Tabletten oder auch in Form von Salben lokal auf die schmerzende Region aufgetragen werden. Ibuprofen wird in der Regel in einer Dosierung von 400–600 mg pro Einnahme angewendet, Diclofenac meist in einer Dosierung von 50–75 mg. Die Einnahme erfolgt üblicherweise ein- bis dreimal täglich, abhängig von der individuellen Beschwerdesituation und unter Beachtung der maximal zulässigen Tagesdosis.
Die Anwendungsdauer sollte ohne ärztliche Rücksprache in der Regel eine Woche nicht überschreiten, da diese bei längerer Einnahme Nebenwirkungen, insbesondere im Bereich von Magen, Darm, Nieren oder Herz-Kreislauf-System, verursachen können.
Sollten diese Medikamente keine ausreichende Schmerzlinderung bewirken, können stärkere Schmerzmittel wie beispielsweise Novaminsulfon (Metamizol) verordnet werden. Diese sind rezeptpflichtig und dürfen nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden.

Wann muss ich zum Arzt?

Bei einer Rippenprellung sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich die Beschwerden trotz Anwendung von Hausmitteln nach etwa ein bis zwei Wochen nicht bessern oder sich sogar verschlimmern.
Treten zusätzlich zu den Schmerzen an den Rippen Husten oder insbesondere blutiger Auswurf auf, ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung dringend erforderlich. Auch ein auffälliges Knacken oder Reiben im Bereich der Rippen beim Ein- oder Ausatmen sollte medizinisch untersucht werden, da dies auf eine mögliche knöcherne Verletzung hinweisen kann.
Bei sehr starken Schmerzen, die ein normales und tiefes Atmen kaum noch ermöglichen, oder wenn der Rippenprellung ein schwerer Unfall vorausgegangen ist, sollte umgehend ein Arzt oder eine Notaufnahme aufgesucht werden.
In diesen Fällen ist häufig eine weiterführende Diagnostik notwendig. Dazu gehört in der Regel eine bildgebende Untersuchung, meist in Form einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs, um eine mögliche Rippenfraktur oder andere Verletzungen auszuschließen oder festzustellen.

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Ihr
Nicolas Gumpert

Unsere Rippenspezialisten

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