Dr. Bela Braag
Dr. Jannik Ashauer
Amelie Grainger
PD Dr. Elke Maurer
PD Dr. Nils Beisemann (ab 01.01.2027)
Dr. Franziska Zwecker
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert
Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

Arthrosen sind ein Krankheitsbild, dass einen großen Teil der orthopädischen Praxis ausmacht.
Um eine gute Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes zu erhalten und den Lebensqualität der Patienten zu verbessern gibt es eine Reihe konservativer Verfahren um dies zu ermöglichen.
Wenn Sie eine Beratung durch unsere Gelenkspezialisten wünschen, kommen Sie hier zum Termin.
In vielen Fällen können wir Ihnen einfach, aber sehr effiziente Übungen zeigen, um die Symptome zu lindern.

Dieser Artikel wurde zuletzt durch Dr. Franziska Zwecker zuletzt überarbeitet.
Sie ist eine ausgewiesene Handspezialistin.
Dr. Franziska Zwecker ist eine Fachärztin für Orthopädie und hat sich auf die nichtoperative (also konservative) Behandlung von Erkrankungen der Hand spezialisiert.
In diesem Bereich behandelt Dr. Zwecker seit vielen Jahren mit ihrer großen Erfahrung.
Gerne berät Sie Frau Dr. Zwecker, was man in Ihrem Fall am "Besten" tun kann.
Von einer Polyarthrose spricht man, wenn mehrere Gelenke gleichzeitig von Verschleiß betroffen sind. Dies betrifft v.a. die Finger, Knie, Hüften oder die Wirbelsäule. Anders als bei einem einzelnen Gelenk können die Beschwerden den Alltag deutlich stärker beeinträchtigen, da mehrere Gelenke parallel schmerzen oder ihre Beweglichkeit verlieren. Die Symptome sind dieselben wie bei einer einzelnen Gelenksarthrose: Belastungsschmerzen und zunehmende (morgendliche) Steifigkeit. Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam über viele Jahre hinweg und tritt vor allem im höheren Lebensalter auf oder bei Jüngeren nach einem Unfall / Trauma.

Röntgenbild eine fortgeschrittenen Hüftarthrose (Stadium 4):
Der Grad der Behinderung (GdB) beschreibt, wie stark eine Erkrankung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dauerhaft einschränkt. Er wird in Deutschland vom Versorgungsamt festgestellt. Es gibt eine prozentuale Aufteilung zwischen 20 und 100. Dabei wird nicht nur eine einzelne Erkrankung bewertet. Entscheidend ist vielmehr, wie sich alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen insgesamt auf den persönlichen Alltag auswirken. Ab einem GdB von 50 gilt eine Person rechtlich als schwerbehindert und kann verschiedene Vorteile im Alltag erhalten („Nachteilsausgleiche“).
Welcher Behinderungsgrad für eine Polyarthrose zu erwarten ist, kann man nicht pauschal vorhersagen. Hierfür zählt nicht die Diagnose selbst, sondern wie stark die Erkrankung den Alltag tatsächlich einschränkt. Deshalb können zwei Menschen mit einer ähnlich starken Polyarthrose einen unterschiedlichen GdB erhalten. Eine leichte Polyarthrose mit nur geringen Beschwerden, bei der sich der Betroffene überwiegend normal bewegen kann, führt häufig zu keinem oder nur niedrigen GdB. Wenn aber mehrere große oder kleine Gelenke gleichzeitig betroffen sind und dadurch viele alltägliche Tätigkeiten (Gehen, Treppensteigen, Greifen, Anziehen) dauerhaft erschwert werden, kann das Resultat anders ausfallen. Denn besonders berücksichtigt werden Bewegungseinschränkungen, Schmerzen, Gelenkfehlstellungen und der Verlust wichtiger Funktionen. Auch die Frage, ob Hilfsmittel benötigt werden (Rollator, Gehstock etc.) oder Operationen für bspw. ein künstliches Gelenk erfolgt sind, fließt in die Beurteilung ein. V.a. Einschränkungen beider Hände oder mehrerer tragender Gelenke werden oft stärker gewichtet als die Arthrose eines einzelnen Gelenks. Grob gesagt liegt der GdB bei einer Polyarthrose häufig zwischen 20 und 40, wenn mehrere Gelenke betroffen sind und eine funktionelle Einschränkung besteht. Bei ausgeprägten Beschwerden mit deutlichen Einschränkungen der Gehfähigkeit oder Handfunktion können auch höhere Werte zugesprochen werden. Ein GdB von 50 oder mehr ist jedoch meist nur dann zu erwarten, wenn die Funktionsverluste erheblich sind oder weitere (Begleit)Erkrankungen hinzukommen, z.B. Osteoporose oder auch Depressionen
Sie leiden an Arthrosen in vielen Gelenken und Ihnen konnte nicht ausreichend geholfen werden?
Gerne schauen sich die Frankfurter konservativen Arthrosespezialisten Ihren Fall an.
Lumedis behandelt den Arthrose ohne eine Operation durch einen maßgeschneiderten Trainingsplan mit gezielten Übungen.
Gerne beraten wir Sie ausführlich mit unserer großen Erfahrung.
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Ob ein hoher Grad der Behinderung anerkannt wird, hängt vor allem davon ab, wie stark die Polyarthrose die alltäglichen Fähigkeiten einschränkt. Daher sollten alle funktionellen Defizite gut dokumentiert sein (und nicht nur die Schmerzen oder die Röntgenbefunde). Das Versorgungsamt muss also Einblick bekommen in die Regelmäßigkeit von Arztvorstellungen und Untersuchungen. Außerdem müssen alle Befunde und bildgebenden Verfahren nachvollziehbar sein. Ebenso wichtig sind messbare Bewegungseinschränkungen oder wenn die Greif- und Gehfunktion verringert ist. Auch der Bedarf an Hilfsmitteln kann die Bewertung beeinflussen. Wer beispielsweise dauerhaft Orthesen, Gehstützen oder andere unterstützende Hilfen benötigt, weist ja eine stärkere funktionelle Einschränkung auf als gesunde Patienten ohne solche Hilfsmittel. Darüber hinaus werden dauerhafte Auswirkungen auf den Alltag berücksichtigt. Kann man nur noch eine Hand eingeschränkt einsetzen oder ist es schier unmöglich länger am Stück zu gehen, so fließt dies in die Gesamtbeurteilung ein. Gleiches gilt für Umstände, in denen man in der Selbstversorgung oder im Beruf eingeschränkt ist, sofern dies medizinisch nachvollziehbar begründet ist. Letztlich verbessert nicht die Diagnose selbst die Chancen auf einen höheren GdB, sondern eher eine sorgfältige Dokumentation aller Funktionsverluste. Deshalb lohnt es sich, alle Arztbriefe vollständig aufzubewahren und Veränderungen der Beschwerden regelmäßig protokollieren zu lassen.
Andersherum gibt es verschiedene Faktoren, die einen niedrigeren Grad der Behinderung bedeuten können. Dazu gehört vor allem eine nur geringe funktionelle Einschränkung. Wenn das Röntgenbild zwar deutliche Arthrosezeichen zeigt, im Alltag aber kaum Abstriche gemacht werden müssen vom üblichen Funktionsniveau, wirkt sich dies häufig nur wenig auf die Bewertung aus. Auch eine gute Beweglichkeit der betroffenen Gelenke spricht eher gegen einen höheren GdB. Das gilt selbst dann, wenn gelegentlich Schmerzen auftreten. Für die GdB Bestimmung ist also entscheidend, wie man dauerhaft eingeschränkt ist und nicht, wie stark einzelne Schmerzphasen empfunden werden. Ein weiterer Punkt ist eine unzureichende medizinische Dokumentation. Fehlen aktuelle Arztberichte, Angaben zur Beweglichkeit oder grundsätzlich Untersuchungsbefunde, lässt sich das tatsächliche Ausmaß der Erkrankung oft nur schwer beurteilen. Wenn sich die Beschwerden durch Medikamente, Physiotherapie oder nach einer erfolgreichen Operation deutlich bessern und die Gelenkfunktion weitgehend erhalten bleibt, wird dies ebenfalls berücksichtigt. Denn der Grad der Behinderung orientiert sich immer an den bestehenden Einschränkungen und nicht an der Diagnose in der Vergangenheit. Generell gilt also: Nicht jede Polyarthrose führt automatisch zu einem (hohen) GdB. Viel wichtiger ist, welche Auswirkungen die Erkrankung langfristig auf den jeweiligen Patienten hat.
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