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Vitamin B Mangel - Daran erkennt man ihn!

Ein Vitamin B Mangel kann verschiedene Beschwerden hervorrufen, zu denen am häufigsten Kribbeln und Müdigkeit gehören. 
Erfreulicherweise kann man einen Vitamin B Mangel sehr gut konservativ mit Infusionen oder Tabletten behandeln.
Unsere Frankfurter Orthopäden stehen Ihnen hierfür gerne in in ihren Sprechstunden beratend zur Seite.

Wenn Sie eine persönliches Gespräch und Beratung bei unseren Spezialisten wünschen, machen Sie einen Termin bei uns.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild und DPA regelmäßig als Interviewpartner zur Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
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Ursachen für ein Vitamin B Mangel

  • Mangelernährung: vor allem bei älteren Menschen tritt ein Vitamin Mangel auf.
    Aber auch bei einigen jüngeren Patienten wird immer mal wieder ein Vitamin B Mangel festgestellt. Einseitige und unausgewogene Ernährung können dazu führen, dass der Körper ein zu geringes Angebot an Vitamin B erhält, was ihn dann in eine Minderversorgung rutschen lässt. Meistens ist so, dass eine sehr vitaminarme Kost über lange Zeit durchgeführt zu einem handfesten Vitamin B Mangel mit daraus resultierenden Beschwerden führen kann.
  • Erhöhter Vitaminverbrauch: Trotz normaler Vitaminzufuhr kann es in manchen Situationen auch vorkommen, dass der Körper besonders viel Vitamin B benötigt, also den Bedarf an diesem Vitamin deutlich steigert. Manchmal kommt es aus diesem Grund dann vor, dass die zugeführte Menge an Vitaminen nicht ausreicht, was dann ebenfalls den Körper in einen Vitaminmangel fallen lässt. Vor allem Infektionen, psychische Belastungen und auch chronischer Stress führen dazu, dass der Körper seinen Vitamin B Bedarf deutlich erhöht und aus diesem Grund auch deutlich mehr zugeführt bekommen sollte.
  • Alkoholkonsum: chronischer Alkoholkonsum führt zu einem gesteigerten Vitamin B Verbrauch und fast alle Menschen, die einen exzessiven Alkoholkonsum betreiben, leiden unter einem Vitamin B Mangel. Auch in der Behandlung eines Alkoholismus hat die Zufuhr von einer ausreichenden Menge an Vitamin B einen wichtigen Stellenwert. Bei einem Alkoholismus kommt es auch in der Regel zu immer wieder kehrenden Magenschleimhautentzündungen, was dann zur Folge haben kann, dass Vitamin B12 im Magen nicht mehr richtig resorbiert werden kann. Aus diesem Grund leiden die meisten Alkoholiker an einem Vitamin B 12 Mangel.
  • Resorptionsstörungen: Vitamin B wird an bestimmte Eiweißtransporter gebunden, die es dann in den Körper befördert. Diese Transporter befinden sich u.a. in der Magenschleimhaut und werden als Intrinsic Factor bezeichnet. Hier ist vor allem das Vitamin B 12 betroffen. Bei manchen Menschen fehlt dieser Intrinsic Faktor oder ist auch nur gering ausgebildet, was dann zur Folge hat, dass die Vitamin B 12 Aufnahme deutlich reduziert wird.
  • Erkrankungen: Da die Aufnahme des Vitamin B aus verschiedenen Bereichen des Magens und des Darms stattfindet können bestimmte Magen und auch Darmerkrankungen zu einer Reduktion der Aufnahmemenge und einem daraus resultierenden Vitamin Mangel führen.  Zu nennen wären vor allem chronische Magenschleimhautentzündungen, aber auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen, wie der Morbus Crohn oder eine Colitis ulzerosa.

Vitamin B1 Mangel

Das auch als Thiamin bezeichnete Vitamin ist vor allem in Fleisch, Getreide, Vollkorn, Hafer, Erdnüsse und Sonnenblumenkernen zu finden. Es sorgt dafür, dass die durch Kohlenhydrate zugeführte passive Energie in aktive Energie umgewandelt und freigesetzt wird.
Des Weiteren wird dem Vitamin B1 eine schützende Funktion für Muskelzellen und Nervenzellen zugeschrieben.
Ein Mangel eines Vitamin B1 führt zu einer Müdigkeit, Abgeschlagenheit sowie auch möglichem Kribbeln in den Nervenbahnen.

Vitamin B 6 Mangel

Das auch als Pyridoxin bezeichnete Vitamin findet man vor allem in Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Paprika und Tomaten.
Mit einer normalen Ernährung deckt man den Energiebedarf des Vitamin B 6 in jedem Fall ab.
Vitamin B6 ist an der Verstoffwechselung von Homocystein beteiligt. Bei einem Mangel von Vitamin B6 kann es aus diesem Grund zu einem Anstieg davon kommen, was dann zu einer gestörten Reizweitergabe in Nervenbahnen führen kann. Die Patienten spüren daraufhin meistens Kribbeln oder Taubheitsgefühle in bestimmten Arealen des Körpers.

Vitamin B12 Mangel

Das Vitamin wird auch Cobalamin genannt. Man nimmt es durch den Verzehr von Fisch, Fleisch und Milchprodukten zu sich. Seine Aufgaben sind vor allem der Fettsäureabbau.
Des Weiteren wird dem Vitamin auch eine Nervenschutzfunktion zugeschrieben.
Es wird über bestimmte Eiweißtransporter, dem sogenannten Intrinsic Faktor, der im Magen lokalisiert ist, aufgenommen.
Fehlt er aus verschiedenen Gründen, z.B. einer chronischen Magenschleimhautentzündung, so kann es zu einem Mangel an Vitamin B 12 im Körper kommen.
Dieser Mangel kann dann zu Nervenschmerzen und auch Kribbeln im Bereich von Nervenbahnen führen. Des Weiteren ist Vitamin B 12 auch ganz entscheidend an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt. Bei einem chronischen und auch schweren Mangel von Vitamin B12 kommt es in der Regel auch zu einer Blutarmut.

An diesen Symptomen erkennen Sie ein Vitamin B Mangel

Da Vitamin B neben der Energiebereitstellung auch an der Versorgung und Schutz der Nervenbahnen beteiligt ist, kann es durch einen Mangel des Vitamins zu einer Störung der Reizweiterleitung in den Nerven kommen, was dann die Betroffenen an einem Kribbeln oder unangenehmen Gefühl bemerken.
Manchmal kann es auch zu richtigen Nervenschmerzen kommen. Auch über Müdigkeit klagen die Patienten mit einem Vitamin B Mangel zumeist.
Ein Grund hierfür kann auch sein, dass Vitamin B 12 vor allem auch für die Produktion von roten Blutkörperchen benötigt wird. Ein Vitaminmangel führt, wenn er stark genug ist, unweigerlich auch zu einer Müdigkeit, die der Patient dann durch eine dauerhafte Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerken würde.

Kribbeln und Taubheit

Kribbeln und auch Taubheitsgefühle werden durch eine Beeinträchtigung der Nerven sowie auch der Reizweiterleitung ausgelöst.
Ein Grund dafür kann ein Vitamin B Mangel sein. Vitamin B sorgt für den Erhalt und die Unterstützung wichtiger Stoffwechselprozesse und ist auch für den Schutz der Nervenbahnen verantwortlich. Bei einem chronischen und auch schweren Vitamin B Mangel kommt es zu einer Störung der Reizweiterleitung. Hier können alle Nerven betroffen sein. Die Patienten merken diese Störung in einem immer wieder auftretenden Taubheitsgefühl oder auch Kribbeln. Jeder Bereich des Körpers kann davon betroffen sein.
Viele Patienten klagen über Kribbeln der Hände und der Füsse, bzw. der Arme oder der Beine. In aller Regel sind die Beschwerden nicht den ganzen Tag vorhanden und kommen und gehen. Auch ein brennendes Gefühl kann zeitweise entstehen.
Das Gefühl wird als sehr unangenehm und störend beschrieben.

Diese Krankheiten verursachen ein Vitamin B Mangel

Man weiß heute, dass z.B. eine Alkoholkrankheit mit dafür verantwortlich ist, dass es zu einem Vitamin B Mangel kommt. Am häufigsten entsteht dadurch ein Vitamin B 12 Mangel.
Das liegt daran, dass Vitamin B12 über einen Eiweißtransporter, der im Magen angesiedelt ist, der sogenannte Intrinsic Faktor, aufgenommen wird. Bei einem Alkoholismus kommt es zu chronischen und immer mehr oder weniger vorhandenen Magenschleimhautentzündungen, die dann verhindern, dass es zu einer ausreichenden Aufnahmen des Vitamins in den Körper kommt. Alle Vitamin B Sorten werden über Magen, Zwölffingerdarm oder auch Darm aufgenommen. Erkrankungen dieser Organe führen dazu, dass die Aufnahme nur vermindert erfolgt. Bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung wird ebenfalls die resorbierte Menge an Vitamin B reduziert, was dann ebenfalls zu einem Vitamin B Mangel führen kann. Essstörungen, wie Bulimie oder Magersucht führen über eine zu geringe Aufnahme des Vitamin B dazu, dass es zu einer deutlich reduzierten Aufnahme des Vitamins kommt. 

 

So wird ein Vitamin B Mangel diagnostiziert

Ein Vitamin B Mangel wird zunächst einmal vermutet, wenn eine für einen Vitamin B Mangel typische Symptomatik auftritt, wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl sowie auch Müdigkeit und Erschöpfung vorhanden ist. Danach wird eine entsprechende Labordiagnostik durchgeführt, die dann die Vitamin B Komplexe untersucht. In den seltensten Fällen wird man alle Vitamin Bs abnehmen. Meistens konzentriert man sich auf die B Vitamine 6 und 12, da diese am häufigsten von Mängeln betroffen sind.

Wenn Sie die typischen Symptome eines Vitamin B Mangels aufweisen, dann sollten Ihre Vitamin B Werte labordiagnostisch überprüft werden.
Gerne beraten und behandeln Sie unsere medizinischen Spezialisten zu Ihrem Wunschtermin bei uns in der Sprechstunde.

Behandlung / Therapie

Die Therapie beinhaltet sowohl die auslösende Ursache für den Vitamin B Mangel, wenn möglich, abzustellen, als auch Vitamin B dem Körper zuzuführen. Es sollte auf eine ausreichende Vitaminzufuhr geachtet werden.
Die Ernährung sollte sich ausgewogen gestalten. Die Mahlzeiten sollten alle Gemüse beinhalten, Fisch sollte ebenfalls in regelmässigen Abständen zu sich genommen werden. Es gibt zahlreiche Präparate, die Vitamin B-haltig sind und die man bei einem Mangel einnehmen kann. Die Vitamin B Substitution ist aber im Vergleich zu den anderen Vitaminmangelerkrankungen speziell, da Vitamin B über den Magen, bzw. den Darm durch Transportproteine in den Körper aufgenommen werden.
Sind die Transportproteine (Intrinsic Faktor) aber nicht ausreichend vorhanden, werden weder die Vitamin B Bestandteile aus der Nahrung, noch Vitamin B durch eine Kapsel in den Körper gelangen. Vor allem bei einem Vitamin B 12 Mangel sollte man eine Substitution durch eine Infusion in Erwägung ziehen. Hierzu sollte man in regelmässigen Abständigen Vitamin B 12 als Kurzinfusion oder auch als Spritze dem Körper zukommen lassen.
Bei einem starken Vitamin B 12 Mangel sollte eine zweiwöchige Infusion für ca. 2 Monate erfolgen und danach eine Injektion pro Monat für 6 Monate. Danach sollte eine Verlaufskontrolle des Vitamin B 12 im Blut erfolgen.

Kapseln

Zwar stehen alle Vitamin B Präparate auch als Tablettenform zur Verfügung, man sollte aber beachten, dass Vitamin B hauptsächlich an Proteintransporter gebunden über den Darm und Magen vom Körper aufgenommen werden. Da man zunächst nicht weiß, was der Grund des Vitamin B Mangels ist und man auch nicht ausschließen kann, ob ein Mangel an Transportprotein vorliegt oder durch eine zu geringe Zufuhr verursacht wird, kann man zunächst einmal einen Behandlungsversuch mit einer Tablette mit Vitamin B unternehmen. Hier sollte man eine tägliche Einnahme durchführen.

Vitamin B Spritze

Vor allem bei einem Vitamin B 12 Mangel kann man davon ausgehen, dass unter Umständen zu wenig von dem Transportprotein gebildet wurde.
In diesem Fall sollte mit einer Injektion oder Infusion mit Vitamin B 12 begonnen werden. Hierfür ist eine Dosierung von einer Infusion/Spritze alle 2 Wochen für 2 Monaten und anschliessend einmal monatliche Gabe für mindestens 4-6 Monate zu empfehlen.
Die Applikation der Spritze erfolgtintramuskulär, also in den Muskel, in die Vene oder auch unter die Haut.

Prävention

Um einen Vitamin B Mangel vorzubeugen, sollte man in jedem Fall auf eine ausreichende Zufuhr von Gemüse und Fisch, sowie auch Milchprodukte achten. Des Weiteren sollte Alkoholkonsum auf ein Minimum reduziert werden.

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