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Lumedis Frankfurt

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Entzündung im Finger

Eine Entzündung des Fingers ist nicht nur eine schmerzhafte Erkrankung sondern beeinträchtigt den Alltag von Patienten zunehmend. Gerade langwierige Entzündungen schädigen Gelenke, Nerven und Blutgefäßelängerfristig. Daher sollten Beschwerden frühzeitig von einem Orthopäden abgeklärt werden. 

Wir bei Lumedis kümmern uns um Ihre Beschwerden und versorgen Sie bestmöglich. 

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Er verfügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.
Zudem hat Dr. Hochholz langjährige Erfahrung im Bereich der funktionellen Diagnostik, speziell im Bereich der EMG-Diagnostik.
Zusätzlich zählt das Spezialgebiet Golfen zu seinen Stärken. Hierfür steht er Golfern mit individueller Betreuung in eigener Sprechstunde zur Seite. Dr. Hochholz ist Partner der PGA.
 

Was ist eine Entzündung am Finger?

Unter einer Entzündung am Finger versteht man eine entzündlich bedingte, meistens plötzlich eintretende Veränderung eines oder mehrerer Finger. Die Lokalisation kann Teile des Fingers, aber auch des Nagelbettes betreffen und muss in der Regel behandelt werden. Neben der klassischen Rötung treten meistens auch Schwellungen und Schmerzen im Bereich des Fingers auf.

Ursachen

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Infektionen

Die häufigste Ursache für eine Entzündung am Finger ist infektbedingt, d.h. Bakterien sind durch einen kleinen Riss in der Haut in das Gewebe eingedrungen und breiten sich dort aus. Zwar wird das Immunsystem angeregt, das die Bakterien bekämpfen soll, die Immunantwort reicht aber manchmal nicht aus, um eine Entzündung zu verhindern. Das Ergebnis ist eine, durch die Bakterien verursachte Rötung, Schwellung und auch Schmerzen in dem betroffenen Bereich des Fingers. Man spricht auch von einer Phlegmone.

Überlastung

Eine Überlastung eines Fingers kann ebenfalls zu einer Entzündung des Fingers führen. Diese wäre dann mechanisch bedingt. Hierbei spielen Krankheitserreger keine Rolle. Die mechanisch bedingte Entzündung geht meist nicht mit einer Rötung einher.

Gicht

Durch übermäßige Harnsäure, die durch den Verzehr von sehr purinhaltigen Lebensmitteln, wie Fleisch, entsteht, kann es in den Gelenken zu einer Kristallbildung kommen, die dann den sogenannten Gichtanfall auslöst. Hier wären alle Entzündungszeichen, wie Schwellung, Rötung und Schmerzen des Fingers zu spüren.

Eingewachsene Nägel

Sehr häufig, gerade für Entzündungen des Fingers, sind eingewachsene Nägel. Schiefes Wachstum oder unsachgemäßer Nagelschnitt kann dazu führen, dass im Nagelbett des Fingers ein Nagel einwächst und es so zu einer Entzündung des Nagelbettes kommt. Neben einer Rötung kommt es meist zu Schmerzen und eitrigem Ausfluss.

Kapselentzündung

Kapselentzündungen entstehen in der Regel durch Überlastungen im Bereich des Fingers. Zu langes und zu schweres Tragen und das Halten des Fingers über längere Zeit in einer unphysiologischen Stellung können zu einer Reizung des Bandapparates und der Kapsel führen, was dann eine mechanisch bedingte Entzündung der Kapsel bedeuten kann.

Bei einer Kapselentzündung des Fingers ist meistens der bewegungsabhängige Schmerz das Leitsymptom. In Ruhe kommt es dagegen zu einer Verbesserung der Beschwerden. Bei einer Kapselentzündung des Fingers sollte eine ausreichende Schonung des Fingers erfolgen und schweres Heben oder Tragen und viel Bewegung im Finger unterlassen werden.

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Entzündung am Finger

Als Leitsymptom gilt bei einer Entzündung des Fingers der Schmerz. Dieser kann sowohl in Ruhe als auch in Bewegung auftreten. Neben dem Schmerz treten bei einer Entzündung des Fingers aber auch oftmals Schwellungen in dem entzündeten Bereich auf. Diese Schwellungen entstehen durch den Einstrom entzündlicher Flüssigkeit in das betroffene Gebiet. 

Fingerschmerzen

Fingerschmerzen sind immer hinweisend auf eine Entzündung im Bereich des Fingers. Die Schmerzen können in Ruhe oder aber auch bei Bewegung auftreten. Meistens ist es so, dass leichte Entzündungen einen Bewegungsschmerz auslösen, während eine starke Entzündung bereits einen Ruheschmerz auslöst.

Anhand des Schmerzes kann man noch nicht auf die Ursache schließen. Wenn Schmerzen aber auch mit Rötungen einhergehen, ist von einer entzündlichen Ursache auszugehen. Dem gegenüber stehen noch Verstauchungen oder mechanische Ursachen, die zu Schmerzen in den Fingern führen können und nichts mit einer Entzündung zu tun haben.

Schwellung

Neben den klassischen Entzündungszeichen, wie Schmerzen und Rötung ist ein Teil der Beschwerdesymptomatik einer Entzündung auch die Schwellung des Fingers. Sie kommt dadurch zustande, dass durch die entzündlichen Vorgänge Flüssigkeit in das Weichteilgewebe gespült wird, was der Betroffene als Schwellung wahrnimmt. Da im Bereich des Fingers sehr wenig Platz ist, verursacht eine Schwellung auch gleichzeitig eine Spannung der Haut, was dann zusätzlich zu Schmerzen führt. Auch die Reizung von Nerven in diesem Bereich verursachen Schmerzen.

Eiter

Mit fortschreitender Entzündung kommt es auch zu einer zunehmenden Eiteransammlung im Entzündungsgebiet. Der Grund ist, dass die eingedrungenen Bakterien vom Immunsystem attackiert und abgekapselt werden. Die Lymphozyten zersetzen dann die bakteriellen Eindringlinge und Eiter entsteht.

Eiteransammlungen sind immer ein Hinweis für eine bakterielle Infektion. Auch hier sorgt der sehr begrenzte Platz im Finger dafür, dass sich der Eiter oftmals als Eiterbeule oder Eiterblase nach außen hin zeigt. Je mehr Eiter gebildet wird, desto dicker wird die Eiterblase, die dann schließlich auch platzen kann.

Eiteransammlung finden sich sehr häufig bei einem eingewachsenen Fingernagel. Wenn Ecken des Nagels in das Nagelbett einwachsen, können zum Teil sehr schmerzhafte Entzündungen mit begleitendem Eiter entstehen. Hier sollte man nicht versuchen die Eiterblase zu öffnen. Wenn eine Eiterblase geöffnet wird, sollte dafür steriles Instrument verwendet und der Eingriff eigentlich auch von ärztlichem Personal durchgeführt werden.

Welcher Arzt behandelt das?

Entzündungen der Finger können von allen Ärzten behandelt werden. Meistens kümmern sich Hausärzte, Orthopäden und Unfallchirurgen oder aber Chirurgen um Entzündungen der Finger. Oftmals wird die Verabreichung eines Antibiotikums notwendig.

Vor allem bei mechanischen Ursachen, wie z.B. bei dem eingewachsenen Fingernagel kommt ein chirurgisches Vorgehen zum Tragen. Das Herausschneiden eines Stück des eingewachsenen Nagels wird von Unfallchirurgen, Allgemeinchirurgen oder auch Hausärzten behandelt.

Diagnose

Die Diagnose eines entzündeten Fingers ist meistens eine Blickdiagnose, da der betroffene Finger klassische Zeichen einer Entzündung zeigt. Zu nennen wären angegebene Schmerzen, aber oft auch eine Rötung und manchmal auch eine Schwellung in dem betroffenen Bereich des Fingers. Weiterhin ist der Finger bei Bewegung und bei starker Entzündung auch in Ruhe schmerzhaft. Manchmal zeigen sich auch Eiterbeulen, die auf eine bakterielle Entzündung hinweisend sind.

Bei fortschreitender Entzündung kann im Blutbild auch eine Entzündungswerterhöhung nachgewiesen werden. Eine Blutuntersuchung würde man aber nur dann durchführen, wenn die zunächst eingeleiteten Maßnahmen keine Besserung der Beschwerden gezeigt haben und nachgeprüft werden soll, ob es sich tatsächlich um eine Entzündung des Fingers handelt.

Gerade bei starken Schwellungen und ausbleibender Besserung kann auch eine Bildgebung gewählt werden, um den Finger genauer untersuchen zu können. Hier kommt in jedem Fall ein Röntgenbild zum Einsatz, indem die Knochen der Finger genauer dargestellt und untersucht werden.

Ultraschall

Ultraschalluntersuchungen können vor allem weiche Strukturen, wie Bänder darstellen. Bei Abrissen von Bänder und Sehnen kann eine Ultraschalluntersuchung des betroffenen Fingers wichtige Hinweise liefern. Auch entzündungsbedingte Ödeme können durch eine Ultraschalluntersuchung gut dargestellt werden. Mittels Ultraschall kann auch das Ausmaß der Phlegmone gesehen und beurteilt werden.

Röntgenbild

Röntgenbilder werden immer dann angefertigt, wenn man eine Verletzung von Knochen vermutet. Röntgenbilder stellen vor allem dichtere Strukturen, wie Knochen oder Verkalkungen dar. Bei einem entzündeten Finger sollte ein Röntgenbild dann angefertigt werden, wenn man wissen will, ob die Entzündung so stark ist, dass sogar Knochen angegriffen wurde. Dies wäre vor allem bei einer weitreichenden und lange Zeit nicht behandelten Entzündung im Finger der Fall.

Wann braucht man ein MRT vom Finger?

MRT Untersuchungen stellen vor allem weiche Strukturen wie Muskeln, Bänder, Sehnen, Nerven und Gefäße dar. Aber auch Knochen können mittels einer MRT Untersuchung dargestellt werden.

Im Falle eines entzündeten Fingers wird eine MRT Untersuchung immer dann durchgeführt, wenn man entweder sehen will, wie weit sich die Entzündung ausgebreitet hat oder aber wenn man nicht genau sicher ist, ob die angegebenen Schmerzen tatsächlich durch eine Entzündung verursacht werden. So kann man mittels einer MRT Untersuchung des Fingers also auch darstellen, ob Bänder, Sehnen oder Muskelnverletzt sind und zu den angegebenen Schmerzen führen.

Behandlung/Therapie

Bei der Behandlung eines entzündeten Fingers kommt es ganz auf die auslösende Ursache an. So würde ein eingewachsener Fingernagel zunächst mechanisch nach einem Handbad nach oben gebogen oder mit einem Gazestreifen unterlegt werden. Auch Ichtolansalbe kann man auf den entzündeten Bereich des Fingers legen.

Bei bakteriellen Infektionen, die eine Entzündung des Fingers auslösen, sollte zeitnah mit einer antibiotischen Behandlung begonnen werden. Hier werden meistens Medikamente, wie Cefuroxim oder Amoxicillin verwendet. Eine Behandlung sollte ca. 7 Tage durchgeführt werden. Eine Verbesserung der Beschwerden tritt aber schon nach wenigen Tagen ein. 

Bei einem Gichtanfall, der zu einer Entzündung des Finger geführt hat, sollte man entzündungshemmende Medikamente, wie Ibuprofen oder Diclofenac als Tablette 1-3 mal täglich für 2-5 Tage einnehmen, um die Entzündung abklingen zu lassen. Weiterhin sollte in diesem Fall auch die Harnsäure kontrolliert werden, um ein wiederholtes Auftreten eines Gichtanfalls zu vermeiden.

Bei unspezifischen Entzündungen des Fingers sollte eine Behandlung mit entzündungshemmenden Gelen oder Salben versucht werden. Hier wäre Docgel oder aber Diclogel zu empfehlen. Diese Salben sollten 1-3 mal täglich für maximal eine Woche auf den Finger aufgetragen werden, bis die Entzündung in diesem Bereich abgeklungen ist.

Betaisodona

Hierbei handelt es sich um eine iodhaltige und gleichzeitig auch entzündungshemmende Salbe, die bei einer Entzündung des Fingers zum Einsatz kommen kann. Oftmals wird Betaisadonna auf offene Wunden aufgetragen, um eine Desinfektion der offenen Wunde durchzuführen.

Betaisadonna kann man aber auch auf entzündete Finger bei geschlossener Haut verwendet werden. Die Anwendung sollte 1-3 mal täglich erfolgen, bis die Entzündung besser geworden ist, allerdings sollte die Anwendungsdauer eine Woche nicht überschreiten.

Dauer

Die Dauer, bis eine Entzündung des Fingers abgeheilt ist, kommt ganz auf die Ursache an. So ist bei einem eingewachsenen Fingernagel etwa mit 8-10 Tagen zu rechnen, bei Gichtanfällen ca. mit einer Woche und bei Phlegmonen, die durch eingedrungene Bakterien verursacht wurden, sollte mit einer gut einwöchigen Dauer der Beschwerden gerechnet werden. Aber es sollte dazu gesagt werden, dass sich alle Zeitdauern auf entsprechend eingeleitete Therapien beziehen. Ohne jeglicher Therapie kommt es fast nie zu einer selbstständigen Abheilung eines entzündeten Fingers, wohl aber oft zu einer Verschlechterung.

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