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Hausmittel bei einer Meralgia paraesthetica

Eine Meralgia paraesthetica ist ein ernst zunehmendes Nervenkompressionssyndrom, das meist mit Schmerzen und neurologischen Ausfällen einhergeht.
Daher sollten Hausmittel alleine ohne aufsuchen eines Experten nicht selbst verschrieben werde. Es ist daher sehr wichtig dies in Absprach mit dem behandelnden Orthopäden und als Ergänzung an den ärtzlichen Therapieplan zu shen
Unsere frankfurter Spezialisten von Lumedis haben sich auf die Behandlung der Meralgia paraesthetica spezialisiert und stehen Ihnen in Ihren Sprechstunden gerne beratend zur Seite. Zu Ihrem Wunschtermin gelangen Sie hier.

Lumedis ist auf die Behandlung der Meralgia paraestetica spezialisiert und behandelt seit Jahren viele dieser Erkrankungsfälle.
Da eine Meralgia paraestetica nicht besonders häufig vorkommt, fehlen auch sehr guten orthopädischen und neurologischen Kollegen das "know how" mit dieser Erkrankung.

Unser Spezialist bei Lumedis ist Dr. Carmen Heinz.

 

Was ist eine Meralgia paraesthetica

Unter einer Meralgia paraesthetica versteht man ein Nervenkompressionssyndrom am Hüftgelenk. Es ähnelt demnach einem Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk, bei dem ebenfalls unterschiedliche Nerven durch einen erhöhten Druck der Muskeln irritiert werden und es so zu Beschwerden kommt. Bei einer Meralgia paraesthetica wird der Nervus cutaneus femoralis lateralis erhöhtem Druck ausgesetzt, was dann zu vor allem im Beinbereich zu Kribbelparästhesien führen kann.

Dieser Artikel ist eine Unterseite unseres Hauptthemas Meralgia paraesthetica. Im Hauptartikel finden Sie alle Informationen rund um die Meralgia.

Abbildung der Nerven der Hüfte und der Meralgia paraesthetica

  1. rote Stelle an dem der Nervus cutaneus femoralis lateralis gequetscht wird und das Symptombild der Meralgia paraesthetica auslöst
  2. Nervus femoralis (Femoralisnerv)
  3. Nervus ischiadicus (Ischias-Nerv)

Hausmittel bei einer Meralgia paraesthetica

Wie bei anderen Erkrankungen auch, gibt es bei der Meralgia paraesthetica ebenfalls einige Hausmittel, die ergänzend zu der schulmedizinischen Behandlung zur Anwendung kommen.
Hausmittel sind selbst hergestellte oder selbst angewandte, nicht medikamentöse Massnahmen, die einmal oder in regelmässigen Abständen angewandt werden können. Manchmal sollten Hausmittel alleinig angewendet werden, manchmal auch ergänzend zu anderen Medikamenten oder Massnahmen.

Umfangreiche Informationen zur Meralgia paraesthetica finden Sie in folgendem Artikel: Meralgia paraesthetica

Was kann ich selbst tun, um die Symptome einer Meralgia paraesthetica zu lindern?

Es gibt einige Massnahmen, die man bei einer Meralgia paraesthetica unternehmen kann, um die Beschwerden zu lindern. Zu nennen wären in erster Linie eine entsprechende Überlastung zu stoppen und sich zu schonen. Man sollte sich nicht immobil ins Bett legen, aber lange Läufe oder langes Stehen und Gehen, sowie Heben von schwerer Lasten sollte auf jeden Fall pausiert werden.
Des Weiteren stehen auch noch einige Dehnübungen zur Verfügung, die die Kompression auf den Nerven reduzieren und auch vorbeugend angewendet werden können. Wärme kann ebenfalls helfen eine Meralgia paraesthetica zu lindern.

Wärme

Wärme führt dazu, dass sich Gefässe weiten und mehr Blut in das jeweilige Versorgungsgebiet einströmt, was dann zur Folge hat, dass Muskeln weicher werden.
Im Falle einer Meralgia paraesthetica führt die Zufuhr von Wärme ebenfalls dazu, dass die Gefässe sich weiten und die Muskeln, die auf den Nerven drücken, weicher werden.
Des weiteren werden auch Entzündungsreaktionen deutlich reduziert. Durch das Weicherwerden der Muskeln kommt es auch zu einer Reduzierung der Kompression auf den Nerven, was dann zu einer Beschwerdelinderung beiträgt.
Wärmeanwendungen sollte in Form von wärmenden Tüchern oder auch einer Wärmflasche erfolgen, die in den Bereich der Hüfte aufgelegt wird. Die Behandlungszeit sollte ca. 10 Minuten am Stück erfolgen. Man sollte die Wärmeanwendung dann 2-3 mal am Tag wiederholen.
Die Besserung wird sich dann nach einigen Tagen einstellen. Die maximale Behandlungszeit mit Wärme sollte eine Woche nicht übersteigen, da ansonsten eine Überprüfung der Behandlungsmöglichkeiten durchgeführt werden sollte.

Capsaicin

Capsaicin ist ein Stoff, der dem Pfeffer beigemischt ist. Er sorgt dafür, dass sich die Gefässe sehr schnell und stark erweitern und es so zu einem beschleunigten Bluteinstrom in Gewebe und in Muskeln kommt.
Capsaicin wird meistens in Form von Salben auf entsprechende Hautbereiche aufgetragen und findet vor allem Anwendung bei Muskelverhärtungen und entzündliche Veränderungen von Muskeln.
Im Falle eine Meralgia paraesthetica kann man im Bereich der Hüfte Capsaicin in Salbenform auftragen. Kurze Zeit später wird man an der Stelle, wo Capsaicin aufgetragen wurde feststellen, dass es an dieser Stelle warm und rot wird. Die Patienten geben auch manchmal ein starkes Brennen an.
Die Muskeln unter der Haut werden besser durchblutet und werden weicher, was zur Folge hat, dass die komprimierten Nerven plötzlich mehr Platz bekommen und so die Schmerzen nachlassen.

Beinposition

Im Bereich der Hüfte ist nur sehr wenig Platz, was dazu beiträgt, dass Nerven schnell durch Muskeln komprimiert werden und beeinträchtigt werden. Bei bestimmten Beinpostionen wird der Platz noch weniger und die Kompression auf die Nerven noch stärker. So sorgen vor allem folegnde Beinpositionen für eine stärkere Kompression des Nerven und so zu mehr Schmerzen:

  • stark angehockte Beine in der Hüfte
  • stark nach aussen gedrehte Beine

Beim Sitzen sollten die Beine nur in einem etwa 45 Grad Winkel gehalten werden. Wichtig ist auch die Neutralposition einzuhalten, d.h die Beine sollten nicht zu sehr nach aussen und innen gedreht werden, da dies den Raum im Bereich der Hüfte noch weiter reduziert

Schüssler Salze

Bei der Auswahl der richtigen Schüsslersalze ist vor allem der Symptomcharakter besonders wichtig. Im Falle einer Meralgia paraesthetica wird aus diesem Grund die Art des Schmerzes beurteilt und danach das passende Schüsslersalz ausgewählt.
So ist z.B. bei reissenden, stechenden, krampfhaften und einschiessenden Schmerzen das Präparat Magnesium phosphoricum D6 als Tablette oder als Salbe des gleichen Präparates zu empfehlen.

Homöopathie

Zur Homöopathie zählen u.a. die sogenannten Schüsslersalze. Man kennt den Wirkungsmechanismus bis heute nicht, die Auswahl aller homöopathischen Präparate wird aber durch eine genaue Symptom Aufschlüsselung durchgeführt. So haben unterschiedliche Schmerzarten auch unterschiedliche Präparate, die zum Einsatz kommen.
Die Homöopathie geht davon aus, dass die Wirkung durch sehr stark verdünnte Substanzen ausgelöst werden. Die Verdünnungen der Stoffe können so gross sein, dass man den Wirkstoff nicht mehr nachweisen kann.
Im Falle eine Meralgia paraesthetica wird man meistens Magnesium Phosphoricum als Globuli oder als Salbe auf den schmerzenden Bereich der Hüfte auftragen. Auch Arnikasalbe kommt bei diesem Krankheitsbild oft zum Einsatz.

Dehnübungen

Dehnübungen können sowohl bei einer manifesten Meralgia paraesthetica zum Einsatz kommen, als auch zur Vorbeugung.
So sollten alle Übungen durchgeführt werden, die zum einen die verhärteten Muskeln in der Hüfte lockern, aber auch Verengungen im Bereich der Hüfte weiten.
Klassische Dehnübungen wären:

  1. stehend mit einer Hand den Fuss zu umgreifen
  2. Fuß in Richtung Gesäß ziehen, bis man ein Brennen im Oberschenkel merkt.
  3. Position sollte für einige Sekunden gehalten werden und dann das Bein wieder locker

Auch kann eine Ausfallschrittübung nach vorne im Seitenwechsel dazu führen, dass es zu einer Lockerung der Muskeln in der Hüfte kommt und auch zu einer Vergrösserung des Platzangebotes in der Hüfte.

Faszienlösung / Blackroll

Als Faszien beschreibt man dünne, bindegewebige Schichten, die die Muskeln umgeben, um sie zu schützen und auch die Bewegung gegeneinander reibungsfrei zu gestalten.
Man vermutet, dass diese Faszien verkleben können und so zu Schmerzen und zu Beeinträchtigungen der Muskeln führen können. Zur Behandlung dieser Verklebungen kommen Faszienrollen oder auch Blackrolls zum Einsatz. Darunter versteht man harte Rollen oder Kugeln, mit denen man über die betroffenen Bereiche mehrmals herüberollen kann um so die Faszienverklebungen zu lösen und so die Muskeln zu lockern. Es gibt Faszienrollen in unterschiedlichen Grössen und Stärken.
Man kann entweder mit der Hand und einer Rolle über den muskulären Bereich der Hüfte rollen, um die Faszien zu lockern, man kann aber auch die Rolle auf den Boden legen und sich dann seitlich mit der Hüfte auf die Rolle legen und mit dem Körper über die Rolle gleiten. Die Behandlung ist schmerzhaft, sollte aber einige Minuten durchgehalten werden, bevor man die Faszienbehandlung kurz pausiert, um die Muskeln auch zur Entspannung zur bringen. Nach kurzer Pause sollten dann noch einige Wiederholungen durchgeführt werden. 
Faszienbehandlungen sollten im Falle einer Meralgia paraesthetica zur eigentlichen Behandlung erfolgen, sie können aber auch vorbeugend immer mal wieder im Bereich der Hüfte angewandt werden, um zu verhindern, dass es (wieder) zu der Ausbildung einer Meralgia paraesthetica kommt. Man kann für die Behandlung eine Faszienrolle nutzen, oder aber auch eine kugelförmige Blackroll.
Eine effektive Behandlung sollte im sogenannten offenen Schneidersitz erfolgen:

  1. sich in einen Schneidersitz begeben, aber die Beine nicht verschränken, sondern locker aneinander stellen
  2. An der Innenseite des Oberschenkels sollte nun von der Hüfte Richtung Knie langsam und mit einigem Druck die Blackroll Kugel über den Oberschenkel bewegt werden. Der Druck, der ausgelöst wird, sollte nicht zu stark sein, aber er muss schon zu spüren sein.
  3. Mit der Kugel sollte ca. 20 bis 40 cm nach unten gerollten werden.
  4. In dieser Position sollte kurz innegehalten werden, um dann wieder mit der Kugel zurückzurollen. 

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