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Lumedis Frankfurt

Carmen Heinz
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14 / Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

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Schambeinschmerzen

Schambeinschmerzen, wie sie häufig bei Sportlern auftreten, sind ein sehr langwierig zu behandelndes Krankheitsbild.
Um eine Schambeinentzündung erfolgreich zu behandeln bedarf es eines besonderen "know hows" in diesem Bereich.
Gerne stellt Ihnen Lumedis diese Informationen zu Verfügung.
Wenn Sie eine persönliche Beratung und Behandlung bei unseren Spezialisten wünschen machen Sie einen Termin bei uns.

Dr. Gerret Hochholz hat diesen Artikel für Sie veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und der Spezialist für Schmerzen und Entzündungen im Bereich des Schambeins.
Er beschäftigt sich sich seit Jahren im Schwerpunkt mit diesem Erkrankungsbereich.
Außerdem ist er Ausbilder für Manuelle Therapie (Chirotherapie) für Ärzte und spezialisiert auf Akupunktur und fügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.
Er hat weiterhin langjährige Erfahrung im Bereich der funktionellen Diagnostik, speziell im Bereich der EMG-Diagnostik.
Dr. Hochholz analysiert medizinisch-ganzheitlich und besitzt in diesem Bereich einen langjährigen Erfahrungsschatz.
 

Was sind Schambeinschmerzen? 

Schambeinschmerzen sind Schmerzen im Bereich des Schambeins.
Dieser Knochen ist Teil des Beckens und stabilisiert die Hüftregion.
Zu dem Schambein gehört auch eine faserknorpelige Verbindung, Symphyse genannt.
Diese hält den Beckenring vorne zusammen und ermöglicht gleichzeitig, dass sich die beiden Schambeine um einige Millimeter gegeneinander verschieben können.
Schmerzen im Schambein betreffen häufig Sportler, die sich die Entzündung im Rahmen einer Über- oder Fehlbelastung zugezogen haben.
Im Bereich der Schambeine setzten setzten die Adduktoren an, die dort große Kräfte auf das Becken übertragen.
Des Weiteren sind Schwangere und auch Menschen im alltäglichen Leben betroffen.

Ursachen

Die Ursachen für Schmerzen im Schambein sind sehr vielfältig und können außerdem geschlechtsspezifisch sein.
Besonders häufig sind Sportler von Schambeinschmerzen betroffen, vor allem bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln und Sprints, wie

Bei zu intensivem oder falschem Training kann es so durch wiederholte kleine Verletzungen zu einer Entzündung des Schambeinknochens selbst, der Sehnenansätze am Knochen, sowie der Knorpelgelenkverbindung in der Mitte des Schambeins kommen.
Abgesehen vom Sport, kann die Ursache auch in einem einfachen Sturz oder einer muskulären Verletzung z.B. eine Adduktorenzerrung, liegen.
Auch an einen Leistenbruch oder an eine Knochenhautentzündung sollte gedacht werden.
Zusätzlich sind auch schwangere Frauen häufig betroffen.
Aufgrund der Lockerung der Symphyse durch spezifische Hormone im Rahmen der Schwangerschaft, wird mehr Raum für die Geburt geschaffen und so kann es zu ausgeprägten Schmerzen in diesem betroffenen Bereich kommen.

Ursachen beim Mann 

Bei Männern kann eine Entzündung der Prostata unter anderem zu Schmerzen am Schambein führen.
Meist ist sie bakteriell bedingt durch ein Bakterium mit dem Namen Escherichia coli.
Die Entzündung ist in den meisten Fällen sehr schmerzhaft.
Die Schmerzen können vor allem nach einem Orgasmus auftreten oder nach dem urinieren.
Meisten sind diese Schmerzen auf den Bereich der Leiste und des Schambeins begrenzt.
Sie können jedoch in Einzelfällen in Richtung Anus ausstrahlen.
So kommt es auch beim Stuhlgang zu schmerzen.
Des Weiteren kann es auch in seltenen Fällen zu einer Schambeinentzündung als Komplikation von Operationen im Beckenbereich kommen z.B. nach einer Prostataoperation.
Beim Legen eines Blasenkatheters durch die Bauchwand ist ebenso äußerste Vorsicht geboten, da sich auch hier in Folge einer Keimverschleppung eine Schambeinentzündung entwickeln kann.

Ursachen bei der Frau 

Zu den spezifischen Ursachen bei der Frau gehört in erster Linie die Schwangerschaft.
Die paarigen Schambeinknochen umgeben die knorpelige Schambeinfuge und stellen somit die vordere, untere Begrenzung des Beckens dar.
Im Laufe der Schwangerschaft wird die Schambeinfuge aufgrund von speziellen Hormonen immer weiter gedehnt, um Platz für den Geburtsvorgang zu schaffen.
Die Schambeinfuge, auch Symphyse genannt, besteht aus straffem Faserknorpel.
Bei starker Dehnung kommt es zu einer Zugspannung auf die Schambeinknochen.
Außerdem kann es durch eine zu stark gelockerte Symphyse zu einer erhöhten Beweglichkeit der Schambeinknochen kommen.
Diese beiden Phänomene können zu ausgeprägten Schmerzen im Schambeinbereich führen und in die Leisten, den Oberschenkel oder den Rücken ausstrahlen. 

Adduktorenzerrung

Eine Adduktorenzerrung, auch Leistenzerrung genannt, ist eine Überlastung oder Überdehnung einer speziellen Muskelgruppe an der Oberschenkelinnenseite.
Die Muskeln der Adduktorengruppe besteht aus sechs quergestreiften Muskeln:

  • Musculus adductor longus
  • Musculus adductor brevis
  • Musculus adductor magnus
  • Musculus adductor minimus
  • Musculus gracilis und
  • Musculus pectineus

All diese Muskeln haben ihren Ursprung am Becken und ziehen in ihrem Verlauf Richtung Oberschenkelknochen.
Die Aufgabe der Adduktoren ist, das Bein in Richtung Körpermitte heranzuziehen.
Zusätzlich bewirkt diese Muskelgruppe eine Beugung im Hüftgelenk und eine Stabilisation des Beckens. Kommt es zu einem Ungleichgewicht der Muskulatur z.B. bei langen Läufen, kann es zu einer Überlastung der inneren Oberschenkelmuskulatur kommen.
Schmerzen im Bereich des inneren Oberschenkels können Anzeichen für eine Leistenzerrung oder Adduktorenzerrung sein.
Die chronische Sehnenentzündung der Adduktoren ist kompliziert zu behandeln. Gerne beraten unsere Spezialisten Sie.

Begleitende Symptome

Begleitende Symptome bei Schmerzen am Schambein, können eine Schwellung oder auch eine Rötung im entsprechenden Bereich sein.
Ein zusätzliches Symptom ist eine Einschränkung der Beweglichkeit.
Patienten nehmen oft eine Schonhaltung ein oder bewegen sich in schweren Fällen nur noch ungern.
Es muss zusätzlich darauf geachtet werden, wann die Schmerzen auftreten. Diese können Hinweis auf die Ursache geben.
Bei den Schmerzen kann es sich um ausgeprägte Druckschmerzen oder um ausstrahlende, brennende oder stechende Schmerzen handeln.
Sie strahlen vor allem in Richtung Leiste, Damm, Oberschenkel und Rücken aus.
Schmerzen im Genitalbereich, Unterbauch und im Bereich des Beckenbodens sind ebenso möglich.
Außerdem kann es zu einem Schwächegefühl in den Beinen und zu Schwierigkeiten beim Gehen kommen. Gelegentlich ist auch Fieber möglich.

Knochenhautentzündung 

Bei einer Knochenhautentzündung ist die bindegewebige Hülle des Knochens entzündet.
Sie kann besonders bei Belastung und bei Druck sehr starke Schmerzen verursachen.
Sie entsteht vor allem durch Überbelastung und aufgrund dessen sind am häufigsten Sportler von dieser Erkrankung betroffen.
Ursache kann sein:

  • ein stark erhöhtes Trainingspensum
  • eine Veränderung der Lauftechnik
  • ein Wechsel des Bodenbelags
  • ungeeignete Laufschuhe
    sowie
  • Fußfehlstellungen

Eine Knochenhautentzündung kann aber auch in sehr seltenen Fällen durch Bakterien ausgelöst werden.

Leistenbruch 

Der Leistenbruch, auch Leistenhernie genannt, ist das Austreten von Baucheingeweiden durch eine Bruchpforte in der Leistengegend.
Die Eingeweide des Bauches sind dabei noch durch einen Teil des Bauchfells, dem so genannten Peritoneum, bedeckt.
Der Leistenbruch äußert sich häufig durch Leistenschmerzen und Schmerzen im Schambeinbereich.
Man unterscheidet zwischen einem direkten und einem indirekten Leistenbruch je nachdem an welcher Stelle sich die Bruchpforte befindet.
Bei dem direkten Leistenbruch liegt die Bruchpforte im sogenannten „Hesselbach-Dreieck“ im Bereich des Unterbauchs.
Dort befindet sich eine Schwachstelle in der Bauchwand, bedingt durch die Lage von Muskeln und Bändern.
Sie ermöglicht an dieser Stelle ein Durchbrechen von Baucheingeweiden.
Ein indirekter Leistenbruch befindet sich örtlich tiefer als der direkte Leistenbruch.
Er kommt durch äußere Umstände zustande oder kann auch angeboren sein.
Der indirekte Leistenbruch verläuft immer durch den Leistenkanal im Bereich der Leiste und reicht bis zum Hodensack bzw. bis in die großen Schamlippen.
Männer sind circa sechsmal häufiger als Frauen von diesem Krankheitsbild betroffen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Leistenschmerzen.

Diagnose

Zur sicheren Diagnosestellung sollte sich der Patient einem fachkundigen Arzt, am besten einen Spezialisten für Schambeinschmerzen, vorstellen.
Es muss genau untersucht werden, um welche Art der Verletzung es sich bei den Schambeinschmerzen handelt. Als erstes wird der Arzt ein Patientengespräch führen, indem er die Symptome, das erste Auftreten oder z.B. die Auslöser erfragt und auswertet.
Des Weiteren wird eine Inspektion und eine Untersuchung der Schambeinregion erfolgen, sowie eine geschlechtsspezifische Untersuchung (Schwangerschaft, Prostata).
Diese helfen dem Arzt dabei, eine Diagnose zu stellen.
In manchen Fällen ist es schwierig zu unterscheiden, was die Ursache der Symptome ist.
Deshalb wird meistens eine Blutuntersuchung vorgenommen, um die Entzündungsparameter zu kontrollieren. Zusätzlich muss auf bildgebende Verfahren wie ein CT oder ein MRT zurückgegriffen werden, um die Diagnose zu sichern und eine entsprechende Therapie einzuleiten.

Ultraschall

Der Ultraschall, auch Sonographie genannt, ist eine schnelle und sichere Untersuchungsmethode.
Sie hat keinerlei Nebenwirkungen, ist kostengünstig und schmerzlos für den Patienten.
Der Arzt kann mithilfe des Ultraschalls viele verschiedene Körperregionen und Organe beurteilen.
Mithilfe des Ultraschalls sind vor allem Weichteilgewebe sehr gut darstellbar.
Aus diesem Grund wird dieses Verfahren normalerweise genutzt, um eine Weichteilbeschädigung oder ein Ödem im umliegenden Gewebe auszuschließen.

Der Spezialist kann schnell 

  • einen Leistenbruch
  • eine Adduktorenzerrung / Adduktorenentzündung
  • ggf. eine Knochenhautentzündung am Schambein

unterscheiden und diagnostizieren.

Röntgenbild 

Beim Röntgen handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, bei dem Röntgenstrahlen zum Einsatz kommen.
Es eignet sich vor allem zur Darstellung knöcherner und knorpeliger Strukturen.
Die Untersuchung ist relativ günstig und bietet einen guten Überblick über die Schambeine und die Symphyse.
So können vor allem Veränderungen der knöchernen Strukturen wie z.B. ein vermehrter Abstand der beiden Schambeine, als auch eine funktionelle Lockerung der Symphyse festgestellt werden.
Zusätzlich werden in diesem bildgebenden Verfahren auch Ermüdungsbrüche bzw. Stressfrakturen sichtbar. Außerdem zeigen sich bei einer Schambeinentzündung typischerweise Veränderungen im Röntgenbild.
Dazu zählen verdichtetes Knochengewebe unterhalb des Knorpels, zystische Veränderungen, knöcherne Unregelmäßigkeiten und Erosionen über der Symphyse und den gelenknahen Anteilen der Schambeinäste.
Auch Verkalkungen im Bereich der Adduktoren oder der ansetzenden Bauchmuskulatur kann sichtbar gemacht werden.

Wann braucht man ein MRT? 

MRT-Geräte erzeugen ein sehr starkes Magnetfeld, mit denen bestimmte Atomkerne im Körper angeregt werden. Dies ermöglicht eine sehr genaue Darstellung und Unterscheidung der im Körper vorkommenden Gewebearten. MRT-Bilder im Bereich des Schambeins eigenen sich hervorragend für sämtliche Weichteil- und Gewebedarstellungen.
Das bildgebende Verfahren erfolgt ohne Strahlenbelastung, ist sehr detailgenau aber leider auch sehr teuer. Sie ist aber bei Erkrankungen im Schambereich das Mittel der Wahl.
Im MRT sind Flüssigkeitsansammlungen im Knochen (Knochenmarködeme / bone bruise) und in der Schambeinregion frühzeitig erkennbar.
Ebenso ein Einriss oder Abriss der knorpeligen Symphyse.
Auch minimale Veränderungen der Kreuz-Darmbein-Gelenke (ISG-Gelenk) werden mithilfe dieses Verfahrens sichtbar.

Behandlung / Therapie 

In erster Linie gilt es, dass gereizte Schambein zu schonen, so können gegebenenfalls eine vorhandene Reizung oder auch Mikrorisse in der Schambeinfuge möglichst gut abheilen.
Das Heben schwerer Lasten, große Schritte, sowie Treppensteigen sollte vermieden werden.
Zur Entlastung der Schambeinfuge empfiehlt es sich, während dem Schlafen, ein Kissen zwischen die Beine zu legen.
Zusätzlich sollte für ein bis drei Monate auf Sport verzichtet werden.
Die Ausheilung der Entzündung wird durch die Einnahme entzündungshemmender Medikamente unterstützt. Konservative Therapien, wie die Akupunktur und die Stoßwellentherapie sind ebenfalls gute Möglichkeiten Schambeinschmerzen zu verringern und den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.
Des Weiteren ist eine manuelle Therapie und Physiotherapie zu empfehlen, da sie Schmerzen und Muskelverspannungen lindern kann und dabei hilft, das Becken zu stabilisieren.
Außerdem hilft sie prophylaktisch einem Wiederauftreten von Schambeinschmerzen vorzubeugen.
Wichtig ist eine Kräftigung der Beckengürtelmuskulatur sowie der geschwächten Muskelgruppen und eine Verbesserung der neuromuskulären Koordination.
Eine OP stellt bei Schambeinschmerzen in der Regel keine Option dar.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit bietet die Osteopathie. Unsere Osteopathin Carmen Heinz berät Sie gerne über die Inhalte und Möglichkeiten einer Osteopathie bei Schambeinschmerzen.

Akupunktur 

Die Akupunktur ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode und gehört zu den Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin.
Bei dieser Methode werden an spezifischen Stellen, den so genannten Akupunkturpunkten, Metallnadeln in die Haut gebracht.
Das Konzept dieser Behandlung beruht auf der Lebensenergie, die den Körper in speziellen Bahnen durchfließt. Insgesamt gibt es 14 Meridiane mit 350 Akupunkturpunkten, diese sich bestimmten Organfunktionen zuordnen lassen.
Demnach durchfließt die Lebensenergie den Körper eines Gesunden in speziellen, gleichmäßigen Bahnen.
Bei Krankheiten oder Störungen von Körperfunktionen ist der Energiefluss gestört.
Das Gleichgewicht soll durch gezielte Stimulation der Akupunkturpunkte wiederherstellt werden.
Dazu werden sterile Akupunkturnadeln in die speziellen Punkte der Haut oberflächlich eingestochen.
Durch diese Reizung soll der Körper zur Normalisierung des Energieflusses angeregt werden, was wiederum zur Heilung der Krankheiten führen soll.
Die Wirksamkeit dieser Methode ist Erkrankungen wissenschaftlich erwiesen. 
Bei einer Schambeinentzündung werden Nadel am Schambein, aber auch viele Fernpunkte verwendet.
Gerade bei einer chronischen Schambeinentzündung ist eine Akupunktur erfolgsversprechend.

Eine Sonderform die bei Lumedis eingesetzt wird ist die Triggerakupunktur.
Sie ist bei vielen orthopädischen Erkrankungen der chinesischen Akupunktur überlegen und führt schon nach wenigen Sitzungen zu einer Besserung der Symptome.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel: Triggerakupunktur

Stoßwellentherapie

Stoßwellen sind hochenergetische Druckwellen.
Sie sind den Schallwellen sehr ähnlich. Unterscheiden sich jedoch in Energie, Anstiegs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit erheblich.
Gerade bei einer chronischen Entzündung des Schambeinastes kann eine hochenergetische fokussierte Stoßwellentherapie (ESWT).
Außerhalb des Körpers werden Druckwellen erzeugt, diese setzen in den tiefer gelegenen Schichten des Körpers gezielt Energie frei, vergleichbar einer Nierensteinzertrümmerung.
Je nach Dosierung können sie das kranke Gewebe reizen und somit für eine vermehrte Durchblutung und Anregung des Stoffwechsels sorgen.
So kann eine Regeneration erreicht werden.
Bei einer höheren Dosierung können feste Strukturen, wie z.B. Nierensteine zertrümmert werden.
Umliegendes Gewebe wie die Haut, das Fettgewebe oder die Muskeln werden dabei nicht beschädigt, da die Stoßwellen Sie durchdringen ohne Energie abzugeben..
Radiale Stoßwellen sind energieärmer und flächig ausgerichtet, sie findet oft Verwendung in der Physiotherapie und nicht so effektiv.
Mit fokussierten Stoßwellen wird vor allem im ärztlichen Bereich gearbeitet. Um einen hohen Therapieerfolg zu haben, ist die Erfahrung der Behandler mit der ESWT entscheidend.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Stosswellentherapie.

Dauer 

Wie lange die Heilungsdauer einer Erkrankung mit Schambeinschmerzen anhält, lässt sich nicht genau sagen. Zum einen ist das abhängig von der Art und Schwere der Verletzung und zum anderen von den Bewältigungsstrategien und der körperlichen Verfassung des Patienten selbst.
Häufig kommt es zu einer Spontanheilung und die Beschwerden verschwinden innerhalb von sechs bis zwölf Monaten.
Doch nur jeder zweite Betroffene ist nach einem Jahr wieder voll belastbar.
Erst wenn die Schmerzen verschwunden sind, darf die sportliche Aktivität schrittweise wieder aufgenommen werden.
 

Rehabilitation und Prävention

Laufbandanalyse 

Mittels der Laufbandanalyse können mögliche Ursachen für Schambeinschmerzen aufgrund von Fehlbelastungen analysiert werden.
Die Laufbandanalyse bedient sich dabei einer Druckmessplatte und mehreren Kameras.
Aufgrund der erhobenen Daten können die Überlastungen analysiert werden und ggf. mit einer Muskelfunktionsanalyse über ein EMG bestätigt und darauf aufbauend im Anschluss ein individueller Trainingsplan für Sie erstellt.

Ziel ist es, Die Fuß-Knie-Hüftachse optimal zu stabilisieren, damit die Knochen, Sehnen und Bänder physiologisch unter Last arbeiten können und somit das Schambein entlastet wird. 

Ausführliche Informationen erhalten Sie in dem gesonderten Artikel Laufbandanalyse.

Trainingsübungen

Trainingsübungen bei Schambeinschmerzen sind nur sinnvoll, wenn diese einen kleinen Trainingsreiz setzen und die Übungen gut durchführbar sind.
Des Weiteren sollten keine Strukturen stark verletzt sein. Deshalb ist der Gang zum Arzt, vor der Durchführung von Trainingseinheiten, unabdingbar. Ansonsten schaden solche Übungen mehr, als dass sie einen Vorteil bringen.

Präventiv kann das Schambein durch eine trainierte Rumpf- und Beckenmuskulatur stabilisiert, gestärkt und bei Bewegung entlastet werden.
Dehnungsübungen der Adduktorengruppe eignen sich dafür am besten, ebenso wie ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur.
Die Adduktorengruppe ist eine Gruppe von Muskeln an der Oberschenkelinnenseite. 

Unserer Hüftspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Hüftssprechstunde!