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Lumedis Frankfurt

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Nervus medianus

Der Nervus medianus ist ein überaus wichtiger Nerv, der für die Bewegung und auch das Empfinden in Teilen der Hand verantwortlich ist. Verschiedene Erkrankungen können zu Ausfällen der Motorik führen, was für viele Patienten als belastend empfunden wird. 

Wir von Lumedis sind darauf spezialisiert, schnellstmöglich mit ausführlicher Diagnostik die Ursache für Ihre Beschwerden zu finden. Vereinbaren Sie hier Ihren Termin

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Er verfügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.
Zudem hat Dr. Hochholz langjährige Erfahrung im Bereich der funktionellen Diagnostik, speziell im Bereich der EMG-Diagnostik.
Zusätzlich zählt das Spezialgebiet Golfen zu seinen Stärken. Hierfür steht er Golfern mit individueller Betreuung in eigener Sprechstunde zur Seite. Dr. Hochholz ist Partner der PGA.
 

Was ist der Nervus medianus?

Der Nervus medianus ist ein motorischer und sensibler Nerv, der vor allem für Bewegungen verschiedener Muskeln zuständig ist. Gleichzeitig versorgt der Medianusnerv den Daumenballen und die Hohlhand sensibel, ist also für das Fühlen in diesem Bereich verantwortlich. Er ist ein, sich sehr lang ziehender Nerv, in dessen Verlauf es immer wieder zu Einengungen oder auch Kompressionen kommen kann.

Welche Funktion hat der Nervus medianus?

Der Nervus medianus ist vor allem ein motorischer Nerv und versorgt insgesamt 11 Muskeln, die vor allem für die Hand- und Unterarmbewegung sowie auch Fingerbewegung zuständig sind. Der Nerv ist somit in der alltäglichen Bewegung des Armes, der Hand und der Finger stark eingebunden.

Demnach kann eine Kompression oder auch eine andere Verletzung des Nervs in seinem Verlauf zu deutlichen, muskulären Beeinträchtigungen mit Auswirkungen auf die Motorik führen.

Anatomie

Der Nervus medianus entspringt aus dem sogenannten Plexus brachialis, einem Nervengeflecht auf Höhe des Oberarms. Der Nerv nimmt seinen Weg über die Achselhöhle,  über die Innenseite des Oberarms, zieht dann nach unten und unter dem sogenannten Musculus pronator teres auf die Vorderseite des Unterarms. Hier nimmt er dann auf Höhe des Handgelenks seinen Weg durch den sogenannten Karpaltunnel und gelangt dann schließlich auf die Hand.

Endäste des Nervus medianus

Die meisten Nerven verzweigen sich in ihrem Verlauf und geben einzelne kleine Nervenäste ab, um verschiedene Bereiche und Muskeln versorgen zu können. Auch der Nervus medianus hat solche Äste, die jedoch nur an Unterarm und Hand zu finden sind. Im Verlauf im Bereich des Oberarms gibt der Medianusnerv keine Äste ab. 

Welche Muskeln versorgt der Nervus medianus?

Insgesamt versorgt der Musculus medianus 11 verschiedene Muskeln des Unterarms, der Hand und der Finger. Es sind die folgenden: der Musculus pronator teres und der M. pronator quadratus, M. flexor carpi radialis, M. palmaris longus, M. flexorum digiatalis superficialis, M. flexor digitorum profundus., M. flexor policis longus, M. abductor pollicis brevis, M. flexor policis brevis., M. opponens sowie die Musculi lumbricales 1 und 2.

Krankheiten des Nervus medianus

Schwurhand

Es gibt einige Erkrankungen, die den Nervus medianus heimsuchen können. Manchmal kann es vorkommen, dass es nach Stürzen zu Frakturen der Unterarmknochen oder auch der Handwurzelknochen kommt. Je nachdem, welcher Knochen von der Verletzung betroffen ist und wie nah der Nervus medianus an ihm vorbeiführt, kann es passieren, dass Teile des gebrochenen Knochens den Nerven verletzen. Eine solche Verletzung würde der Patient durch eine neurologische Beeinträchtigung merken.

Typisch in diesem Zusammenhang wäre die sogenannten Schwurhand, bei dem der Patient auf die Bitte nach Faustschluss nur den kleinen und den Ringfinger beugen kann. Zeigefinger, Daumen und Mittelfinger können nur unvollständig gebeugt werden, was dann das Bild einer sogenannten  Schwurhand zeigen würde. Die Faustschlussprobe wird aus diesem Grund zur Überprüfung angewandt, ob der Nervus medianus in Mitleidenschaft gezogen ist.

Karpaltunnelsyndrom

Die wohl häufigste Erkrankung des Nervus medinus ist das sogenannte Karpaltunnelsyndrom.

Der Nervus medianus verläuft in einem anatomischen Kanal im Bereich des Handgelenks. Das sogenannte Retinaculum flexorum überspannt diesen Kanal. Kommt es zu einer Verengung dieser ohnehin schon sehr engen anatomischen Stelle, kann es zu einer Kompression des Nervus medianus kommen, was dann zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Nerven führen kann.

Zunächst sind Handschmerzen, vor allem abends und nachts auftretend, das klassische Symptom. Dies beeinträchtigt die Patienten zum Teil schwer. Im weiteren Verlauf und wenn ein Karpaltunnelsyndrom unbehandelt bleibt, kann es zu einer so großen Beeinträchtigung des Nervus medianus kommen, dass auch hier bei der Untersuchung der Faustschluss nicht mehr komplett möglich ist und die erwähnte Schwurhand auftritt.

Auslöser eines Karpaltunnelsyndroms sind Übergewicht, Diabetes mellitus, Schwangerschaft, chronische Fehlbelastung und auch Überlastung. Die Behandlung erfolgt zunächst und vor allem bei leichten Verläufen konservativ durch eine Schonung, Ruhigstellung und auch Anlegen einer Schiene.

Bei schweren Verläufen, bei Ausbleiben der Besserung nach der konservativen Behandlung oder aber bei neurologischen Ausfällen wird ein Karpaltunnelsyndrom operativ behandelt. Hierbei wird meistens in Vollnarkose das Retinaculum flexorum gespalten, was dann dazu führt, dass der Nervus medianus wieder genug Platz bekommt und sich erholen kann.

Darstellung eines Karpaltunnelsyndroms

  1. Beugesehne der Hand
  2. Karpalband
  3. gequetschter N. medianus im Karpaltunnel (Kapraltunnelsyndrom)

Übungen für den Nervus medianus

Es gibt einige Übungen, die man anwenden kann, um den Nervus medianus zu entlasten. Vor allem Übungen, die den sehr engen Karpaltunnel weiten helfen dabei, den Nervus medianus zu entlasten.

Eine Übung, die dies herbeiführt, ist die Beugung der Hand. Dabei wird der Karpaltunnel etwas geweitet und der Nervus medianus erhält mehr Platz. Aus der Neutralstellung sollte man beide Hände maximal beugen und einige Sekunden in dieser Position belassen. Danach sollte wieder in die Neutralposition gegangen werden. Hier sollte man 2-3 Wiederholungen durchführen.

Im Gegensatz dazu sollte man die Handstreckung möglichst unterlassen, weil dies sogar den Karpaltunnel weiter einengen würde.

Eine weitere Übung wäre die Hand aus der Neutralstellung nach links und rechts leicht zu kippen und in dieser Position einigen Sekunden zu halten. So sollte man die Bewegung wie folgt durchführen: Hand in Neutralposition, dann Kippen der Hand Richtung Daumen, dann in die Neutralstellung zurück und dann Richtung des kleinen Fingers kippen. Auch diese Übung sollte mehrmals hintereinander wiederholt werden.

Im Allgemeinen sollte man bei einer Beeinträchtigung oder auch Reizung des Nervus medianus darauf achten, keine überlastenden Bewegungen, wie langes Computerschreiben etc., durchzuführen.

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