Dr. Bela Braag
Dr. Jannik Ashauer
Amelie Grainger
PD Dr. Elke Maurer
PD Dr. Nils Beisemann (ab 01.01.2027)
Dr. Franziska Zwecker
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert
Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

Eine unbehandelte Nervenentzündung kann zu ernsthaften Komplikationen führen, darunter chronische Schmerzen, Taubheitsgefühl und Bewegungseinschränkungen.
Ohne frühzeitige Behandlung können sich die Symptome weiter verschlimmern und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Bei Lumedis stehen Ihnen kompetente Ärztezur Seite, die eine maßgeschneiderte Behandlung für Sie entwickeln.
Warten Sie nicht länger und vereinbaren Sie noch heute einen Termin, um frühzeitig die passende Behandlung zu erhalten.
Amelie Grainger und Dr. Bela Braag hat diesen Artikel für Sie zuletzt aktualisiert.
Dr. Braag und Frau Grainger sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie und sind bei Lumedis unsere Spezialisten für die kniffeligen orthopädischen Erkrankungen.
Der in Darmstadt geborene Dr. Braag hat an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und eine fundierte orthopädische Ausbildung durchlaufen.
Die in Heidelberg geborene Amelie Grainger hat ebenfalls an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert.
Gerne beraten Sie unsere Spezialisten in ihrer Spezial-Sprechstunde.
Eine Nervenentzündung (medizinisch: Neuritis) durch Zugluft ist eine Reizung oder Entzündung eines Nervs, die, kurz nachdem man kalter Luft ausgesetzt war oder in einem Durchzug saß, auftritt. Streng genommen handelt es sich nicht immer um eine „echte“ Entzündung im klassischen medizinischen Sinne, sondern eher eine Überreizung des Nervs oder des Muskelgewebes. Trotzdem ist es ein passender Begriff für ein wohlbekanntes Phänomen. Am häufigsten ist der Bereich vom Nacken, der Schultern oder im oberem Rücken betroffen. Diese Körperregionen sind besonders vulnerabel, da hier viele oberflächliche Nerven verlaufen, die empfindlich auf Kälte reagieren und Schmerzsignale senden.

Wird die Muskulatur kalter Zugluft ausgesetzt, führt dies dazu, dass sich die Muskelfasern im betroffenen Bereich reflexartig anspannen (was zunächst eine normale Schutzreaktion des Körpers). Problematisch wird es dann, wenn diese Anspannung länger anhält. Die verhärtete Muskulatur wird schlechter durchblutet und umliegende Nerven können durch den erhöhten Druck eingeengt werden.
Der betroffene Nerv sendet Schmerzsignale ans Gehirn, was zu weiteren reflektorischen Verspannungen oder Schonhaltungen führen kann. Zusätzlich kann Kälte die Schmerzempfindlichkeit von Nerven erhöhen, sodass weitere Reize noch stärker wahrgenommen werden. Manchmal kommen auch von Anfang an mehrere Faktoren zusammen wie eine schiefe Körperhaltung, bereits bestehende Verspannungen oder ein schwaches Muskelgewebe.
Die Symptome einer Nervenentzündung durch Zugluft können verschiedenartig sein, haben aber einige wichtige Gemeinsamkeiten. Am meisten betroffen sind die Regionen des Oberkörpers, daher stehen meist Schmerzen im Bereich von Nacken, Schulter oder oberem Rücken im Vordergrund. Diese treten oft einseitig auf und beginnen nicht selten am Tag, nachdem man Zugluft ausgesetzt war. Man merkt die Veränderung anfangs durch ein Ziehen oder ein Spannungsgefühl, das sich im Laufe des Tages auch verstärken kann. Manchmal kann man auch den Kopf nicht mehr drehen, da der Nackenbereich steif wird.
Auch Drehbewegungen der BWS (Brustwirbelsäule) fallen schwer, sowohl mechanisch als auch schmerzbedingt. Ist die Schulter betroffen, können die Schmerzen in den Oberarm ausstrahlen (was dann schnell mit anderen Ursachen wie Herzinfarkt verwechselt werden kann). Im Vergleich zu organischen Ursachen ist es aber typisch, dass die Beschwerden bei Bewegung oder Druck auf die betroffene Stelle zunehmen.
Außerdem kann es auch zu einer Überempfindlichkeit der Haut kommen (Hyperalgesie), d.h. Berührungen, die normalerweise nicht schmerzhaft sind, werden plötzlich als schmerzvoll wahrgenommen.
Manchmal berichten Betroffene auch über ein Kribbeln oder leichtes Taubheitsgefühl, was auf die verringerte Durchblutung zurückzuführen ist oder darauf, dass der Nerv recht stark komprimiert ist. Allerdings sind diese neurologischen Symptome meist weniger ausgeprägt als bei anderen Nervenproblemen wie beispielsweise einem Bandscheibenvorfall. Im oberen Rücken äußert sich die Nervenentzündung oft als dumpfer, flächig aufsitzender Schmerz, der sich schwer eingrenzen lässt. Des Weiteren ist typisch, dass die Schmerzen sich nach längerem Sitzen oder bei Kälte verstärken.
Sie leiden unter Nervenschmerzen und sind mit dem Behandlungserfolg nicht zufrieden, Sie suchen eine zweite Meinung oder einen anderen Behandlungsansatz?
Gerne übernehmen die Frankfurter orthopädischen Nervenspezialisten von Lumedis Ihr Fall.
Wichtig ist, dass die Ursache für Ihre Nervenschmerzen eindeutig geklärt ist, damit wir Ihnen mit zielgerichten Übungen helfen können.
Lumedis Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
direkt am Kaiserplatz
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Die Schmerzen strahlen je nach betroffenem Nerv in unterschiedliche Körperteile aus, folgen aber immer ihrem anatomischen Verlauf oder projizieren auf ihr zugehöriges Innervationsfeld. Am häufigsten ziehen die Schmerzen vom Nacken in die Schulter und weiter in den Oberarm. Manche spüren sie sogar bis in den Unterarm oder die Hand, was dann schnell die Frage nach z.B. Wirbelsäulenproblemen aufwirft. Im oberen Rücken strahlen die Beschwerden oft seitlich in Richtung Schulterblatt oder zwischen die Schulterblätter aus. Seltener berichten Patienten auch über ein Ziehen in Richtung Brust oder seitlich am Hals.
Die Schmerzen bei einer Neuritis durch Zugluft werden häufig als ziehend, brennend oder stechend beschrieben. Manche empfinden sie auch als wie elektrisch oder plötzlich einschießend, vor allem bei bestimmten Bewegungen (wie Kopfdrehen). Typisch ist, dass sie nicht konstant gleich bleiben, sondern sich je nach Haltung oder bei vermehrter Belastung verändern. Zusätzlich kann eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut auftreten, sodass selbst leichte Berührungen unangenehm sind (genannt Hyperalgesie). Im Grunde fühlen sich Nervenschmerzen oft intensiver an, als man es von reinen Muskelverspannungen kennt.
Die Diagnose wird in erster Linie klinisch gestellt, also durch das Gespräch mit einem Arzt und die anschließende körperliche Untersuchung. Entscheidend ist dabei die Erwähnung von Zugluft sowie die genaue Beschreibung der Beschwerden. Der Arzt prüft dann die Beweglichkeit, ob ein Druckschmerz über Triggerpunkten vorliegt und dieser eventuell auch ausstrahlt. Bestimmte neurologische Tests können helfen, einen echten Nervenausfall auszuschließen. Bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen sind meist nicht notwendig, kommen aber zum Einsatz, wenn andere Ursachen ausgeschlossen werden müssen, beispielsweise Brüche oder Bandscheibenvorfälle.
Wärme ist eins der einfachsten und gleichzeitig effektivsten Hausmittel bei einer Nervenentzündung durch Zugluft. Sie sorgt dafür, dass sich die Muskulatur entspannt und die Durchblutung verbessert wird, was den Druck vom gereizten Nerv wegnimmt. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten: klassische Wärmflaschen, Kirschkernkissen oder auch elektrische Heizdecken, die über mehrere Stunden wirken. Manche empfinden auch warme Duschen oder Bäder als angenehm, sowie in die Sauna zu gehen. Dabei ist wichtig, die Wärme regelmäßig anzuwenden und nicht nur einmal kurz. Alternativ kann man im Alltag unter der Kleidung auch wärmende Salben oder Wärmepflaster tragen.
Tapes wie z.B. Kinesiotape können dabei helfen, die betroffene Muskulatur zu entlasten und gleichzeitig die Wahrnehmung (Propriozeption) im betroffenen Bereich zu verbessern. Vor allem wenn der Nackenbereich betroffen ist, verfällt man schnell eine Schonhaltung, die die Beschwerden mittelfristig eher verstärkt. Genau hier setzt das Tape an, indem es eine leichte Unterstützung gibt, ohne die Beweglichkeit komplett einzuschränken. Für die Halswirbelsäule wird häufig ein elastisches Tape verwendet. Dabei werden ein bis zwei Streifen entlang der Nackenmuskulatur vom oberen Rücken in Richtung Hinterkopf geklebt. Man sollte das Tape nur mit leichter Spannung anlegen, damit es die Haut zwar anhebt und die Durchblutung fördert, aber nicht zu stark entlastet. So trägt man fachgerecht zur aktiven Regeneration bei.
Die Triggerakupunktur ist eine spezielle Form der Akupunktur, bei der gezielt bestimmte Punkte am Körper behandelt werden, die durch anhaltende hohe Spannung (und vorher durch Zugluft) entstehen.
Die Behandlung basiert auf der Akupunktur nach der TCM (traditionell chinesischen Medizin) und verwendet ebenfalls feine Nadeln. Allerdings werden diese direkt in die verhärteten Muskelbereiche und nicht auf Nervenpunkte gesetzt. Das kann kurz unangenehm sein, führt aber oft zu einer schnellen Entspannung der Muskulatur. Viele Patienten berichten schon nach wenigen Sitzungen über eine deutliche Besserung. Im Grunde wird also nicht nur der Schmerz behandelt, sondern auch die zugrunde liegende Muskelspannung, die den Nerv reizt.
Bei chronischen Beschwerden durch eine Nervenentzündung genügt es nicht nur die vordergründigen Symptome zu behandeln, die Ursache sollte mitbedacht werden. Genau hier liegt unser Schwerpunkt bei Lumedis. Wir behandeln nicht nur den gereizten Nerv, sondern betrachten das gesamte Zusammenspiel aus Bewegungsapparat und Schmerzempfinden. Häufig zeigt sich, dass chronische Schmerzen weniger mit der ursprünglichen Zugluft zu tun haben, sondern mit dauerhaften Fehlbelastungen. Diese können von uns analysiert und korrigiert werden. Dabei nutzen wir Diagnostik wie den muskulären Dysbalancen-Check, die Wirbelsäulenvermessung und eine Ganganalyse.
Beim muskulären Dysbalancen-Check der HWS (Halswirbelsäule) wird untersucht, welche Muskelgruppen zu aktiv und welche eher passiv sind. Gerade im Nackenbereich kann es häufig zu einem Ungleichgewicht zwischen vorderer und hinterer Muskulatur kommen, was dazu führt, dass bestimmte Bereiche dauerhaft unter Spannung stehen. Genau diese Spannung kann wiederum Nerven reizen. Durch die Ergebnisse des Dysbalance-Checks kann man ein individuelles Übungsprogramm erstellen, das wieder ein Gleichgewicht in die Muskelgruppen bringt und dadurch Schmerzen reduziert.
Die Wirbelsäulenvermessung liefert eine objektive Analyse der Haltung und Ausrichtung der Wirbelsäule. Außerdem zeigt sie, wo Fehlstellungen oder unsymmetrische Belastungen vorliegen. Dies lohnt sich v.a. bei chronischen Nackenbeschwerden, auch wenn sie initial nur durch Zugluft entstanden sind. Mit diesem modernen Messverfahren kann man sowohl die Haltung im Stand als auch in Bewegung erfassen, ohne dass der Körper belastet werden muss. Auf Basis dieser Ergebnisse können auf den Einzelfall abgestimmte Übungen erstellt werden, die überaktive Muskelgruppen dehnen und passive Bewegungsanteil stärken können.
Gezielte Übungen sind ein zentraler Bestandteil unserer Behandlung, vor allem wenn Nacken und Schultern betroffen sind. Sie bergen den Vorteil, dass sie genau die Bereiche behandeln, die beim Einzelnen schmerzhaft sind und nicht auf allgemeinen Empfehlungen basieren. Häufig beginnt man mit sanften Mobilisationsübungen, etwa langsamen Kopfneigungen oder -drehen, bevorzugt zu der Seite, die sich in den Untersuchungen als die Angespanntere zeigte. Ergänzend kommen Kräftigungsübungen für die tiefe Nackenmuskulatur hinzu, zum Beispiel durch leichtes Gegendrücken mit der Hand. Auch die Schulter wird bearbeitet, z.B. für die Stabilisierung des Schulterblatts.
Die Heilungsdauer hängt stark davon ab, wie ausgeprägt die Beschwerden sind, welche Belastungen im Alltag bestehen und welche Therapie angewandt wird. In vielen Fällen bessern sich die Symptome mit der o.g. konservativen Therapie innerhalb von wenigen Tagen bis 2 Wochen. Bei sitzenden Tätigkeiten, etwa im Büro, kann es jedoch länger dauern, da die Sitzhaltung oft ein krankmachender Faktor ist. Menschen, die viel tragen oder über Kopf arbeiten, spüren die Beschwerden zwar intensiver, erholen sich aber manchmal auch schneller, weil sie sich auch mehr bewegen müssen an der Arbeit. Unbehandelt können alle Nervenreizungen leider chronifizieren und sollten daher früh therapiert werden.
Die Dauer der Krankschreibung hängt von der Stärke der Beschwerden und der beruflichen Situation ab. Bei leichten Verläufen ist oft keine oder nur eine sehr kurze AU-Bescheinigung von wenigen Tagen notwendig. Bei stärkeren Schmerzen (mit Bewegungseinschränkungen im Nacken) kann eine Krankschreibung von 1-2 Wochen nötig sein. Arbeitet man mit hoher körperlicher Belastung, etwa als Handwerker oder in der Pflege, erfordert dies meist eine längere Pause. Bei überwiegend sitzender Tätigkeit sollte man kritisch prüfen, ob Bürostuhl, Tisch und PC den erforderlichen ergonomischen Anforderungen entsprechen – sobald diese angepasst sind, kann hier früh wieder die Arbeit aufgenommen werden.
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Ihr
Nicolas Gumpert
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